Autokauf

Ein Auto sollte her! Ziel: Möglichst bald und möglichst billig kaufen und irgendwann wieder teuer verkaufen…

Schon am Samstag, den 14.10. bin ich Samstags morgens zu einem der Automärkte gefahren. (Hatte mich vorher schon online orientiert) Dort war wenig los und ich habe mir einiges angesehen – wurde natürlich auch angequatscht von Verkäufern. Viele Autos in meiner Größe (ich brauche ja nur was für mich allein) gab es nicht und einer gefiel mir. Der Besitzer meinte, ich könnte sofort eine Probefahrt machen. Warum nicht? Ich hatte eh nichts anderes vor und soweit gefiel mir alles: 124000 km, Klima, Automatik, Benziner, 2 Sitze und hinten das Bett und alles für 3200$. Alle Utensilien an Board (Kochzeug+Geschirr, Gaskocher, ausziehbarer Holztisch und Klappstuhl, sogar ein Zelt Isomatte und Schlafsack). Kurz gesagt habe ich das Auto (Nissan Prairie Joy, 1996) dann genommen und noch am Samstag Nachmittag eine Anzahlung geleistet. (Es wurden noch Kleinigkeiten erledigt, nachdem das Auto von der AA (so eine Art ADAC/TÜV) einem Kurztest (~ 100$) unterzogen worden ist. TÜV hatte der Wagen aber erst ein paar Tage vorher bekommen.

Da ich eh noch eine Woche Freiwilligendienst hatte, hatten also alle Parteien noch Zeit. Mit dem Geld war es dann ziemlich kompliziert: Mit meinen 2 Kreditkarten kann man pro Tag nur einen bestimmten Max-Betrag abheben und die eine rechnet im 24h Rhythmus, bei der anderen ist es ab 0:00 Uhr eines Tages (europäische Zeit!) wieder möglich den Max-Betrag abzuheben. Ich hab ziemlich viel Zeit damit verschwendet von Bank zu Bank zu wechseln und zu versuchen die NZD zusammen zu kratzen. Nachdem ich sogar mit beiden Banken telefoniert hatte, habe ich dann die Fehlermeldungen verstanden, die ich immer bekommen hatte. Und am Montag, den 23. Oktober um kurz nach 11 Uhr hatte ich endlich das Bargeld zusammen. Es hat dann nochmal eine Weile gedauert allen Papierkram zu erledigen.
– Anmeldung geht auf dem Postamt: Das hatten wir schon am Freitag gemacht (Montag war Feiertag)
– Versicherung für 6 Monate Online abschließen
– Kaufvertrag fertigstellen und unterzeichnen

Und dann bin ich losgefahren! Am ersten Tag natürlich doch einmal gleich beim abbiegen auf die rechte Starßenseite – zum Glück kam grad niemand mitten in Auckland… Seitdem bin ich mit dem linksfahren und Automatik aber sehr sicher. An dem Kauf-Tag war ich mit Florian (siehe Coromandel&Freiwilligendienst) noch im Museum und war noch mal japanisch Essen. Am Abend hab ich gemerkt, dass so ein Autokauf mit so viel Bargeld ganz schön müde macht.
Achja: Da die Bargeldautomaten nur maximal 20er oder 50er ausgeben habe ich dem Autoverkäufer unter anderem ein Bündel mit 75 20-Dollar Scheinen gegeben. Das war komisch!

Ich greife jetzt mal vor: Es war dann nach einiger Zeit fahren doch etwas nicht richtig… Der Kilometerzähler funktionierte mal und mal wieder nicht… Das könnte der Grund für die wenigen gefahrenen Kilometer sein, wurde mir klar und ich wollte das sehr gerne repariert haben. Ich war also am 6.11. noch mal beim Autoverkäufer und es wurde der Grund dafür gesucht. Das ganze hat insgesamt leider noch mal 2 Tage in Anspruch genommen (in der Zeit bin ich unter anderem mal wieder ins Kino – Blade Runner – ich fand ihn ziemlich gut!). Und das ganze hat 250$ gekostet. Der Autoverkäufer hat immerhin die Hälfte aus Kulanz übernommen.
Zweite Geschichte: Bei der rechten Schiebetür fehlte das Dichtungsgummi! Dadurch war immer ein Spalt offen, und beim Fahren hörte es sich so an, als ob die Tür nicht richtig zu ist (was sie ja auch nicht ist…). Ich bin auch ziemlich sicher, dass Mücken durch die Ritze ins Auto gelangten. Gelöst hab ich das dadurch, dass ich zum Schrottplatz (Pick-a-Part) gefahren bin (nach Online Recherche, wo es mein Modell noch gibt – zum Glück nicht weit weg) und mir aus einem der Wagen das Gummi raus „operiert“ habe. Mit Sekundenkleber danach in meinem Auto festgeklebt – hält!