Melbourne I

09.03. – 11.03.:
Vom roten Zentrum ging es also mit dem Flieger nach Melbourne. Da ich wie immer alles sehr spontan gebucht hatte, jedoch meine Tasmanien Rundreise schon etwas früher, hatte ich drei Tage Aufenthalt in Melbourne, bevor es „richtig“ weiterging. Ich hab mich also etwas ausgeruht von Uluru und co., habe die Stadt zu Fuss erkundet, war im Kino (Darkest Hour – war OK) und habe meinen Geburtstag fast allein gefeiert.
Ich bin Nachmittags/Abends nach St. Kilda gefahren, habe eine leckere Portion Fish&Chips und Bier gekauft und im Sand am Strand das Leben, das Universum und den ganzen Rest genossen. Dann kamen die Geburtstagsanrufe und die Ruhe war vorbei… Nein, nur Spaß! Hab mich natürlich gefreut. Auch wenn ich kritisch anmerken muss, dass mehrere Menschen (ich nenne keine Namen 😉 ) mich vergessen hatten! Ich nehme das als Freilos für euren nächsten Geburtstag! 😉
Ach ja, ganz alleine war ich nicht: Ich habe mir die putzigen Pinguine angesehen, die bei Dämmerung aus dem Wasser kommen und sich eine Weile an der Luft trocknen lassen, bevor sie n ihren Bau zum schlafen verschwinden. Man kommt teilweise bis 1 Meter ran an die Tiere. Ich hatte auf Stewart Island schon einen gesehen, aber diese hier waren ohne Furcht und Menschen gewohnt. Das war sehr cool anzusehen. Die Pinguine haben sich den Platz dort übrigens selber ausgesucht und die Melbournians versuchen jetzt so gut es geht Tier und Mensch zusammenleben zu lassen. Scheint gut zu funktionieren.
Am 12.03. ging dann der Flieger nach Hobart, Tasmanien. Aber das wird erst der nächste Beitrag…
Bilder gibts hier nicht. Vielleicht bei Melbourne II?

Uluru und Red Centre

05.03. – 08.03:
Ich habe eine 3-Tages-Tour ins rote Zentrum des Kontinents gemacht. Man denkt vielleicht so was wie: „Ist doch nur ein großer Felsen mitten in der Wüste, so toll wird das bestimmt nicht…“ ABER: Es war der Hammer und sehr beeindruckend. Man kann das nicht so richtig beschreiben. Es ist viel mehr als ein Felsen in der Wüste. Es ist übrigens auch keine langweilige Wüste: Es gibt ne Menge Bäume (Wüsteneichen und weitere) und Tiere und es ist natürlich nicht komplett flach tausende Kilometer weit. Rund um den Uluru regnet es durchaus auch mal – daher kommen die dunklen Rillen an seiner Oberfläche und es war insgesamt sehr grün in der gesamten Gegend. Achja: Bis auf den Sand. Der ist tatsächlich richtig schön rot.
Die Tour hieß bezeichnenderweise „The Rock“- Tour und startete für mich am Flughafen Ayers Rock/Yulara. Geschlafen wurde zweimal auf Campingplätzen im SWAG, quasi ein großer Schlafsack in den man mit seinem eigenen Schlafsack kriecht. (und man hofft, dass nichts weiter mit hinein kriecht… Man könnte den SWAG auch komplett schließen, jedoch wird es dann zu warm) Positiv: Man sieht den wundervollen Sternenhimmel beim einschlafen!
Außer Uluru (Sonnenaufgang, Sonnenuntergang und Umrundung) haben wir Kata Tjuta (formerly known as Olgas) und Kings Canyon besucht. Jeweils mit langen staubigen Strecken im Kleinbus dazwischen. Vor allem Kings Canyon bei Sonnenaufgang war toll. Danach Fahrt nach Alice Springs (wo es einen gewaltigen Regenguss gab) und Übernachtung im Hostel. Die Gruppe mit der ich Unterwegs war, war ebenfalls lustig: Schweden, Japaner, Taiwaner, Tschechen und natürlich Deutsche.
Von Alice Springs ging es dann mit dem Flieger wieder zurück in die Zivilisation und zwar diesmal nach Melbourne.

Blue Mountains

02.03. – 04.03.
Ein drei-Tage Ausflug in die Blue Mountains. Etwa 1,5h von Sydney mit einer Zugfahrt zu erreichen liegt das kleine Städtchen Katoomba. Ich war vorher nicht ganz sicher, was mich eigentlich erwartet, aber im nach hinein war das ziemlich großartig! Es handelt sich bei den blauen Bergen um einen kleinen Gebirgszug, bewaldet mit Eukalytus Bäumen und durchzogen mit vielen teilweise hunderte Meter tiefe Felsklippen. Da das Gebiet recht unwegsam ist ist hat es Jahre gedauert einen Weg hindurch zu finden und auch heute gibt es eigentlich nur einen Weg für Auto und Bahn auf die andere Seite der Berge, wo dann Australien so richtig beginnt (irgendwann, ganz da hinten – ne noch n Stück…) Wenn ich es richtig verstanden habe: Sonne und Wärme + Eukalptus = Dunst über Wald erscheint bläulich aus der Ferne.
Das Hostel (YHA) war eins der besten Hostels auf der Reise, Katoomba klein und nichts besonderes und die Landschaft wunderbar. Ich habe kleinere Spaziergänge zu den „Three Sisters“ gemacht und eine Tageswanderung zum „Ruined Castle“ (war nie ein Castle, aber die riesigen Steinblöcke sehen aus der Ferne so aus) unternommen. Bei der langen Wanderung (~8h) habe ich meine ersten Giftschlangen kennen gelernt: Red bellied Snake und Brown Snake. Letztere wohl die zweitgiftigste Schlange der Welt. Brown Snake ist vor mir abgehauen, vor der anderen bin ich abgehauen (die kam langsam in meine Richtung). Ich habe wieder mal gemerkt, wie ähnlich ich Indiana Jones bin. (In allen anderen Eigenschaften außer der Angst vor Schlangen war das ja schon klar – mir fehlt ja eigentlich nur Peitsche und Hut).
Am 05.03. ging es dann früh im Zug zurück, denn ich musste ein Flugzeug in Sydney erwischen und zwar nach …