(Immernoch) ca. 12.03. – 27.03.:
Nach dem Narawntapu National Park mit den vielen Tieren sollte eigentlich der Höhepunkt Tassies folgen: Cradle Mountain! Aber die Wettervorhersage war kalt und regnerisch und so habe ich mich entschieden etwas anderes zuerst zu machen. Natürlich war es dann am Ende ein wunderschöner Tag mit meistens Sonne und kein Regen… Ich habe trotzdem zwei riesige Höhlen besucht und diese in geführten Touren angesehen. (Marakoopa Cave & King Solomon Cave) Es geht einige 100m tief und weit in den Untergrund und ist den verschiedensten Stalaktiten und Stalagmiten und Jahrmillionen alter Kalkformationen sehr beeindruckend.
Am nächsten Tag ging es dann endlich in den Cradle Mountain National Park. Das Gebiet ist sehr abgelegen, bietet jedoch gerade deswegen einzigartige Flora und Fauna. Und damit auch lustige Tiere: Wombats und Tasmanische Teufel zum Beispiel. Die gibt es zwar auch anderswo, aber in diesem großen Nationalpark gibt es große Populationen. In freier Wildbahn habe ich den Tasmanischen Teufel leider nicht gesehen, daher habe ich nachts zur Fütterungszeit eine Aufzuchtstation besucht. Es sind fleischfressende Beuteltiere, die etwa so groß wie eine Katze, aber etwas stämmiger sind. Teufel deshalb, weil sie fürchterlich brüllen können und ihre Ohren können wohl rot werden, wenn sie sauer sind (hab ich nicht beobachtet). Wombats habe ich einige gesehen, aber immer nur kurz oder im dunkeln, so dass ich keine Fotos habe. Der Cradle Mountain ist ein sehr zackiger Gebirgskamm, etwa 1500m hoch, den man auch besteigen kann – Ich bin nur bis kurz davor gewandert. Es ist vor allem ein Postkartenmotiv und sieht wirklich schön aus. Es gibt in diesem Tal viele Seen und einige Wanderwege zum erkunden. Außerdem startet der „Overland Track“ hier. Das ist ähnlich wie in NZ die „Great Walks“ ein Mehrtägiger Wanderweg, den man in etwa 5-6 Tagen mit Übernachtungen in Berghütten entlang wandert.
Es war kalt in den Nächten und im Auto… *brr* Das lag einerseits an den Bergen und der Höhe und andererseits an der Wetterlage, die kalte Luft von Süden heranbrachte. Ich bin weitergefahren gegen den Uhrzeigersinn auf der Insel nach Queenstown. Von hier hätte man historische Eisenbahnfahrten und Bootsfahrten auf dem Fjord machen können. Fand ich nicht so spannend. Ich bin weiter die einsamste Straße Tasmaniens gefahren bis nach Lake St. Clair. Das ist der südliche Teil des Nationalparks „Cradle Mountain/Lake St. Clair“ und hier endet auch der Overland Track. Ich bin hier die letzten 4 Stunden des Tracks testgelaufen und: Es scheint ein netter, abwechslungsreicher Track zu sein! Auch die Gegend und den See ST. Clair war sehr schön.
Der letzte Nationalpark vor Hobart war „Mount Fields NP“. Viele Wasserfälle und beinahe unberührter Regenwald mit Baumfarnen und sehr hohen Bäumen, die verwandt mit den Kalifornischen Mammutbäumen sind. Dass sich überall Wallabys und andere Kängurus tummelten, habe ich gar nicht erwähnt, weil es schon fast normal wurde. Auch Vögel gibt es jede Menge – es ist fast wie Neuseeland.
Für die letzten zwei Tage bin ich dann nach Hobart und in ein nettes kleines Hostel (Montacute Hostel – sehr gut gelegen und sehr gut. Empfehlung noch von Emily vor vielen Monaten). Ich habe mir die Stadt angesehen und habe einen Tagesausflug auf den Mount Wellington gemacht. Letzteres war eine schöne Wanderung, aber aufgrund von einer Wegsperrung und Umweg, doch ein bisschen anstrengend. Es gab oben einen tollen Blick auf die Stadt und das Umland. Das Auto (ca. 1200km diesmal) hatte ich schon vor dem Hobart Aufenthalt abgegeben und dann ging es auch schon wieder zum Flughafen und zurück nach Melbourne (die „Great Ocean Road“ wollte ich noch mitnehmen)…