Grampians

05.04. – 08.04.:
Mein Australien Aufenthalt war ja komplett ungeplant und so auch das Ende. Ich wusste mittlerweile dass mein Flug am 08.04. um ~20 Uhr via Santiago de Chile (4 Tage Aufenthalt) nach Quito gehen würde. Über den Grampians National Park hatte ich schon mehrmals gelesen und auch über das YHA in dem Ort, welches die allerbesten Bewertungen hatte. Für weiter weg fliegen oder fahren fehlte mittlerweile Zeit. Es sollte eine sehr gute der kurzfristigen Entscheidungen werden. 🙂

Zuerst aber: Es gingen Züge und Busse von Melbourne nach „Halls Gap“ (der Hauptort im National Park, ~300 Einwohner). Also ausgecheckt in Melbourne und zum Bahnhof gelaufen. Leider das (sehr) kleingedruckte nicht gelesen: Die Verbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln gibt es nur zweimal in der Woche! Dienstags und Freitags! Ich hab schon überlegt einen Teil mit dem Zug zu fahren und dann ein Taxi zu nehmen oder ähnliches. Dann hab ich mich spontan entschieden, schon wieder ein Auto zu mieten und zwar direkt am Flughafen, damit ich es kurz vor dem Flug auch wieder dort abgeben kann. War auch im nach hinein die beste Lösung. Merke: In Australien mal zu versuchen aufs Auto zu verzichten ist fast unmöglich… Außerdem hatte ich einen super Preis und d so kurzfristig einen Golf (Modell 5, 6, 7? ich kenn mich nicht mehr aus – war ziemlich neu)

Die Grampians sind ein kleiner Gebirgszug im Nordwesten von Victoria und ein beliebtes Touristenziel vor allem zum Klettern, aber auch wandern und Natur genießen. Es gibt viele Wasserfälle und Aussichtspunkte und jede Menge Kängurus und anderes Getier.Das Hostel war wirklich grandios: Tolle große Küche, viele große Sofas zum rumhängen, bequeme Betten und ruhige Zimmergenossen, einen Kräutergarten und kostenlose Eier von freilaufenden Hühnern (die zum Teil die Bioreste der Gäste bekommen). Das ganze mit Solarstrom und Ökoorientiert mit sehr netten Gastgebern, die immer für ein Gespräch zu haben waren. Zwischen den Relax-Phasen habe ich kleine Wanderungen gemacht (8km und ~13km). „The Pinacle“ und „McKenzie Falls“ waren die Höhepunkte. (Bald soll auch hier ein Multi-Day-Hike fertig gestellt sein: „Grampians Peaks Trail“. Ca. 13 Tage/12 Nächte – man kann natürlich auch nur Teile davon wandern…) Außerdem immer zur Dämmerung: Dutzende Kängurus auf den Wiesen fast zum anfassen nah! Zwei Emus habe ich auch im Wald getroffen. Das waren wirklich sehr entspannte und schöne Tage dort – Klare Empfehlung für alle Reisenden!

Am 08.04. ging es dann Mittags Richtung Melbourne Flughafen, um das Auto abzugeben und zum Checkin zu spazieren. Ab nach Südamerika!

Melbourne II

02.04. – 04.04.:
Nach der Great Ocean Road und der Rückgabe des Autos war ich also wieder in Melbourne. Schon zum dritten mal. Diesmal habe ich endlich eine „Free Walking Tour“ gemacht , um die Stadt noch ein bisschen besser kennen zu lernen. Ich war außerdem im National Museum und am War Memorial. Spontan habe ich mich entschlossen auch noch die Abend Walking Tour der gleichen Company mit zu machen. Und was hatte ich bis jetzt auf meiner Reise noch nicht gemacht? – Grundloses Besäufnis! Um 18 Uhr ging es los und um 3 Uhr war ich im Hostel-Bett. Dafür dass wir uns alle nicht kannten, ist unsere Gruppe trotzdem komplett zusammen geblieben und wir haben einige Kneipen kennengelernt. Unser Guide ist um 21 Uhr nach Hause… War lustig mit Teilnehmern aus Holland, China, Indien, Australien(Perth), USA, England. Es war nicht zu schlimm, aber ich war froh, als ich sicher in meinem Bett angekommen war.

In Melbourne I hatte ich auch schon ein bisschen was geschrieben. Melbourne ist schön und angenehm zu erkunden und anzusehen. Es gibt viele kleine Gassen und Lädchen in der City. Außenrum ist es auch schnell einfach nur ne Großstadt. Melbourne oder Sydney? Schwierig: Beide haben etwas. Aber Sydney ist ein bisschen schöner durch den fantastischen Hafen und der Strand ist näher. Hier noch ein paar Bilder:

Great Ocean Road

29.03. – 02.04.:
Am 28.03. war Flugtag von Hobart in Tasmanien nach Melbourne und einer weiteren Nacht in Melbourne. Diesmal nicht im YHA sondern in „The Nunnery“. Eigentlich ein nettes Hostel, das mir Martin empfohlen hatte, jedoch waren hier meine Zimmergenossen sehr laut zwischen 2 Uhr und 6 Uhr, so dass ich schlechte Erinnerungen habe. (Einer schnarchte laut und wild, zwei weitere fingen ihr Liebesspiel an – Als ich mich bemerkbar gemacht habe und fragen wollte, ob man mitmachen kann: Haben sie getan, als ob sie schliefen und waren ruhig. – Wenn man mal kein Glück hat, kommt auch noch Pech dazu…

Dann ging es los mit einem erneuten Mietwagen auf die „Great Ocean Road“. Man kann das wichtigste auch an einem Tag sehen, aber ich wollte mir etwas Zeit lassen & die angebotenen Touren für 1 oder 2 Tage wären genauso teuer wie mein Mietwagen -diesmal ein „Holden Barina“ – gewesen. Im Grunde geht es etwas westlich von Melbourne (in Torquay) mit einer Steilküste los und die Straße schlängelt sich malerisch an ihr entlang. Ist durchaus eine Reise wert. Ich bin von Melbourne aus also Richtung Westen gefahren. Am Ende meiner Reise waren dann die „12 Apostel“, das sind steil aufragende Felsen, die von der Brandung aus der Steilküste gewaschen wurden. Es gibt auch einige Bögen, z.b.: mit dem schönen Namen „London Bridge“, die alle zu unendlich vielen Fotos einladen. Dementsprechend voll war es dann auch. Am 1. April bin ich deshalb entgegen meiner Natur sehr früh aufgestanden, um bei Sonnenaufgang noch mal bei den 12 Aposteln zu sein – Und das hat sich auch gelohnt, es war kaum jemand dort. Es war außerdem Surf Weltcup – Rip Curl Pro Bells Beach! Da die Wellen immer zum falschen Zeitpunkt gut waren, habe ich den Wettkampf nicht gesehen, konnte aber Nachmittags den Amateuren zusehen und das Wettkampfgelände bestaunen. Dann wollte ich wenigstens in der Nähe surfen, aber da Ostern war(!) hatten die Surf-Verleih-Shops früh geschlossen: Es sollte nicht sein. Dann war ich halt baden und habe auch ein paar schöne Wellen abbekommen.

Außerdem: Meine einzigen drei Koalas während meiner OZ-Zeit gesehen! Nähe Cape Otway Lighthouse direkt an der Straße. Süße Tiere! In Port Campbell gibt es ein Hostel (Port Campbell Hostel) in dem ein deutscher Braumeister eigenes Craftbier (Sow & Piglets) braut. Sehr zu empfehlen.
Dann war ich auch schon wieder in Melbourne.

Melbourne I

09.03. – 11.03.:
Vom roten Zentrum ging es also mit dem Flieger nach Melbourne. Da ich wie immer alles sehr spontan gebucht hatte, jedoch meine Tasmanien Rundreise schon etwas früher, hatte ich drei Tage Aufenthalt in Melbourne, bevor es „richtig“ weiterging. Ich hab mich also etwas ausgeruht von Uluru und co., habe die Stadt zu Fuss erkundet, war im Kino (Darkest Hour – war OK) und habe meinen Geburtstag fast allein gefeiert.
Ich bin Nachmittags/Abends nach St. Kilda gefahren, habe eine leckere Portion Fish&Chips und Bier gekauft und im Sand am Strand das Leben, das Universum und den ganzen Rest genossen. Dann kamen die Geburtstagsanrufe und die Ruhe war vorbei… Nein, nur Spaß! Hab mich natürlich gefreut. Auch wenn ich kritisch anmerken muss, dass mehrere Menschen (ich nenne keine Namen 😉 ) mich vergessen hatten! Ich nehme das als Freilos für euren nächsten Geburtstag! 😉
Ach ja, ganz alleine war ich nicht: Ich habe mir die putzigen Pinguine angesehen, die bei Dämmerung aus dem Wasser kommen und sich eine Weile an der Luft trocknen lassen, bevor sie n ihren Bau zum schlafen verschwinden. Man kommt teilweise bis 1 Meter ran an die Tiere. Ich hatte auf Stewart Island schon einen gesehen, aber diese hier waren ohne Furcht und Menschen gewohnt. Das war sehr cool anzusehen. Die Pinguine haben sich den Platz dort übrigens selber ausgesucht und die Melbournians versuchen jetzt so gut es geht Tier und Mensch zusammenleben zu lassen. Scheint gut zu funktionieren.
Am 12.03. ging dann der Flieger nach Hobart, Tasmanien. Aber das wird erst der nächste Beitrag…
Bilder gibts hier nicht. Vielleicht bei Melbourne II?