Coromandel

Während der Freiwilligenarbeit habe ich mich mit Forian und Corinna zu einem Wochenend-Ausflug auf die Coromandel-Peninsula verabredet. Das haben wir dann auch direkt am 20.-21.10 gemacht. Mit der Fähre von Auckland nach Coromandel, dann mit dem Bus über die Halbinsel. Wir haben das der Einfachheit halber im Paket gebucht und folgendes gesehen/erlebt:
– Hot Water Beach – Hier tritt heißes Wasser direkt am Strand aus dem Boden. Bei Ebbe kann man sich seinen eigenen Pool graben und sich ins warme Wasser setzen. Haben wir gemacht. Schaufeln bekamen wir auch vom Busfahrer. Insgesamt hätte man sich das besser vorgestellt. Es war halt sehr voll und manche graben einem dann das Wasser weg. Ein Hauen und stechen. Aber trotz alledem ein toller Strand. Man könnte dort auch surfen – ich war immerhin kurz schwimmen *brr* …
– Cathedral Cove – Eine beeindruckende Felsformation. „Awesome!“ würden die meisten Kiwis sagen, die wir so getroffen haben. Hier wurde wohl auch eine Szene von Narnia gedreht – Nicht mein Film.
– Kauri Wald – Kauris sind Bäume, die mehrere Tausend Jahre alt werden können. Sie sind vor dem Aussterben bedroht, da ein eingeschleppter Parasit die Wurzeln tötet. Daher sind alle Kauri-wälder besonders geschützt und man muss sich vor dem betreten die Schuhe desinfizieren. Die Bäume, die dort standen waren ca. 800 Jahre alt.
– historische Schmalspurbahn – das war vielleicht das uninteressanteste der Reise. Diese Bahn hat jemand privat aufgebaut und dann wurde es irgendwie immer mehr und Freiwillige haben mitgemacht und jetzt ist es ein Tourismusziel geworden. Vielleicht hab ich auch was falsch verstanden. Jedenfalls war die Aussicht oben dann ganz gut… 🙂
Zurück ging es dann nicht mit der Fähre, da Flut und Wind zu stark geworden waren!? Wir wurden mit Bussen zurück nach Auckland gebracht. Hat nur wenig länger gedauert.

War insgesamt eine gelungene Reise mit einer weiteren Airbnb Übernachtung. Als nächstes kommt: Der Autokauf!

Freiwilligenarbeit Teil 2

Freiwilligenarbeit
13.10.-20.10.: Waharau Regional Park
Am Freitag den 13. sind wir zurück nach Auckland ins Büro der Conservation Volunteers gefahren und in etwas neuer Gruppenaufteilung ging es weiter (ein deutscher Junge und ein britisches Mädchen dazu). Das Wochenende wurde diesmal in Auckland verbracht, wenn auch in einem Randbezirk namens „Titirangi“. Man konnte also das Wochenende in der „Zivilisation“ verbringen.

Am Montag gings nach Waharau, ca. 100km südöstlich von Auckland. Unterkunft war OK. Sophie – unserer Teamleiterin – merkte man leider hier und da an, dass es ihre erste Woche als Teamleiterin war. Aber es war noch in Ordnung. Wir haben hier hauptsächlich die Wege im Park geprüft und ausgebessert = Es gab nicht viel zu tun. Eine Regenrinne entlang eines abschüssigen Teil eines Weges inkl. Abwasserrohr verlegen haben wir in einem Tag geschafft – Eigentlich sollte es mind. zwei Tage benötigen. Einen Vormittag haben wir am Strand Müll und Unrat beseitigt und einen kleinen Teil Parkgelände von Unkraut befreit. Mit dem Park Ranger Frank, der sehr nett war, konnte man gut reden und wir haben einiges gelernt. Trotzdem haben wir meist etwas früher Feierabend gemacht, haben einen Nachmittag in den „Miranda Hot Pools“ verbracht und uns einen Wasserfall auf der anderen Seite des Parks angesehen.

Beide Wochen waren völlig unterschiedlich, aber jeweils interessant. Man kann diese Volunteer Tätigkeit auch direkt in New Zealand anfragen und „buchen“. Das läuft dann direkt über das DOC (Department of Conservation). Ich habs nicht probiert, aber das könnte meiner Meinung nach sinvoll(er) sein. Allerdings kann man das wahrscheinlich nicht Monate im voraus planen. Und wahrscheinlich sind es eher einzelne Tage… Für Menschen direkt nach dem Abi ist das Buchen so wie es gemacht habe (Travelworks) bestimmt ne gute Sache und für mich waren die zwei Wochen auch OK, da erst mal für alles gesorgt wurde und man „ankommen“ konnte.

Freiwilligenarbeit Teil 1

Freiwilligenarbeit
Erste Woche 6.10. – 13.10.: Atiu Creek Regional Park
Treffpunkt am Freitag um 11 Uhr in Auckland im Büro der Conservation Volunteers. (wieder mit Uber gefahren, weil ich den Bussen nicht vertraut habe 😉 )
Mit Bruce, unserem Teamleiter, ging es im Kleinbus ca. 2h nördlich von Auckland in den Atiu Creek Regional Park. Wir waren 5 deutsche, ein Belgier (lebt jedoch in Bayern) und eine Schweizerin. Sprache also: Deutsch 😉
Das Wochenende ist immer Freizeit und zu freien Verfügung. Es wurde erst mal eingekauft fürs Wochenende und am Montag dann mit Essensplan für den Rest der Woche. Da wir vorher nicht wussten, dass der nächste Ort 17 km weg sein würde und wir nicht so ohne weiteres zurück nach Auckland konnten, waren wir also „gefangen“ im Park… Es war aber ein sehr schönes „Gefängnis“ mit toller Natur und Wanderwegen und Mandarinen-, Orangen-, Zitronen- und „Marakuja-Bananen-Frucht“-Bäumen im Garten wachsend (alles reif nd lecker!). Es war die Herr-der-Ringe-Trilogie sowie der Hobbit Teil 1&2 vorhanden und alle wurden geschaut.

Es stellte sich heraus, dass Florian (der belgische Bayer) im echten Leben Koch war und so hatten wir die folgenden Tage sehr leckeres Essen. Auch Bruce war sehr zufrieden, konnte er doch echte Schauergeschichten von den Mahlzeiten zuvor erzählen…
Die Arbeit bestand dann in der Woche von 8 Uhr bis ca. 16 Uhr aus dem umpflanzen von kleinen Baumtrieben in größere Behälter. Das war die Hauptaufgabe (wir haben etwa 1,5 Tonnen Erde bewegt!). Ebenfalls gemacht: Gestrüpp und Unkraut entfernt mit Sägen, Heckenscheren und Muskelkraft. Außerdem haben wir ein Gatter, durch das die Schafe nicht kommen können neu gebaut/ausgebessert. (Der Park ist immer mal wieder von Schafweiden unterbrochen) In Zukunft sollen jedes Jahr 30.000 Bäume gepflanzt werden (Original Einheimische Baumarten – hauptsächlich Beeren-tragend zum vermehrten Anlocken der einheimischen Vögel). Den Park gibt es erst seit ca. 10 Jahren und wenn weiter so viele Bäume jedes Jahr dazu kommen, lohnt ich ein Besuch in den nächsten Jahren garantiert noch mehr. Geheimtipp!