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Von Bluff to Glenorchy

Huch, ist schon Februar? 😉

Zurück auf der Südinsel ging es von Bluff über Invercargill (Jeff mitgenommen bis dahin, siehe letzter Beitrag) nach Glenorchy.
Einer der Zwischenstopps war am 10.01. der Movara Lakes Campground. Wieder mal ein Platz an dem gefilmt wurde und zwar hier die Szenen aus „Die Gefährten“, bei denen Boromir stirbt und sich die Ringgemeinschaft trennt: Namentlich der „Fangdorn“ Wald und der Fluß Anduin auf mit den Kanus gepaddelt wird. Mit ein bisschen Fantasie kann man erkennen, wo damals gedreht wurde… 🙂

Glenorchy war ein toller kleiner Ort. Hat mir gefallen. Durch Queenstown bin ich dagegen nur schnell durchgefahren: Richtig voll mit Touristen und irgendwie nicht gemütlich. Immerhin bei einem guten Bäcker schnell noch Brot getankt… Von Glenorchy aus kurz im Paradies gewesen (ist ganz OK, aber nicht teuflisch toll) und das andere Ende des Routburn-Track „angelaufen“. Immer noch: Schade, dass ich den nicht gegangen bin… Nächstes Mal.
An dem Parkplatz zum Routburn Track gab es Auto-Probleme, aber zur Abwechslung nicht mit meinem: die Mutter eine Kiwi-Familie hatte den Autoschlüssel verloren. Ich hab den Vater bis Glenorchy mitgenommen, denn erst dort (25 Minuten Fahrt) ging das Mobilfunknetz wieder. Schlüssel wurde im Shuttlebus gefunden und die Weiterfahrt verzögerte sich halt nur um 2-3 Stunden für die Familie. So ist das hier in New Zealand.

Am 13.01. weiter nach Wanaka.

Stewart Island – Rakiura Track (Great Walk)

03.01. -09.01.:
Bluff ist der südlichste Punkt („Stadt“) der Südinsel. Ist sehr überschaubar und nicht wunderschön. Eine Übernachtung auf dem einzigen Campingplatz war nötig wegen der Fähre, die am nächsten morgen nach Stewart Island abfuhr. (Invercargill ist die nächstgrößere Stadt, aber ich hatte auch nicht wirklich gutes von dort gehört – also Bluff).

Die Meerenge (Foveaux Strait) zwischen Stewart Island und der Südinsel kann eine sehr stürmische sein. Wie zum Beweis waren auf dem Katamaran mehr Spucktüten als im Flugzeug und es roch auch etwas (nach stürmischen Wetter ein paar Tage zuvor…) 😉 Während meiner Überfahrten war aber alles ruhig.

Was soll ich sagen: Einer meiner wirklichen Höhepunkte der Reise! Stewart Island war grandios. Geschlafen in einem kleinen Hostel. Sehr gemütlich und sehr gemischtes Publikum (von einem ~10-jährigem Mädchen mit ihrem Vater, über verschiedene Backpacker bis zu Jeff aus Indiana (System-Administrator im Ruhestand) war alles dabei und es kam auch zu lustigen Gesprächen. Gleich am ersten Nachmittag war ich auf Ulva Island (einem Bird Sanctuary – Vogel-Schutzgebiet / Frei von Ratten, Wieseln, Mäusen, Possums usw…). Dort habe ich dann auch in den vier Stunden auf der Insel meinem ersten Kiwi gesehen! Ziemlich groß und wenig beeindruckt von mir lief er direkt über den Weg und wieder in den Wald. Sehr cool. Viele sehen nie einen Kiwi – die Familie aus Neuseeland, die mich kurz darauf gefragt hat, ob ich schon einen gesehen hätte (die dachten die machen einen Spass, aber ich hatte die Fotos 😉 ) waren sehr enttäuscht und sind gleich in die Richtung losgestürmt…

Am zweiten Tag ging es dann wandern für drei Tage und zwei Nächte -> Einen weiteren Great Walk, den Rakiura Track. Die beiden Hütten hatte ich mit Glück separat gebucht. Viel war nicht mehr frei. Man hätte die 36km auch in weniger Tagen laufen können, aber erstens wollte ich ja nicht hetzen und zweitens kommen auch noch die km bis zum jeweiligen Anfang und Ende dazu. Das Wetter war etwas wechselhaft, aber richtig geschüttet hat es nicht. Die Landschaft war nicht soo abwechslungsreich wie auf den anderen Great Walks, jedoch gab es einige historische Stätten der frühen Holzfäller und der Maoris zu sehen. Auch der DOC Ranger in der ersten Hütte war lustig drauf und hatte einiges zu erzählen. (Unter anderem von einem einsamen Seelöwen einige Jahre zuvor, der es sich trotz mehrmaligem verscheuchen in der Damentoilette der einzigen Kneipe af Stewart Island bequem gemacht hatte und wohl für einigen Schrecken gesorgt hat.)

Am letzten Abend bin noch mal auf Kiwi Suche gegangen und im dunklen ganz in der Nähe der Hütte wieder fündig geworden. Zuerst nur gehört und gedacht, dass andere Mitwanderer ebenfalls auf Kiwi-Suche sind, habe ich den Kiwi dann wieder sehr nah beobachten können. Diesmal nur mit Rotlicht aus der Stirnlampe, deshalb ist das Foto nicht so toll. Zurück in Oban, dem Ort auf Stewart Island, hatte ich dann noch gemütliche Tage. Einen Little Blue Penguin habe ich nachts auch noch gesehen. Die kommen erst im Schutze der Dunkelheit aus dem Wasser und krabbeln über die Wege und Straßen ins Unterholz/in ihre Schutzhöhlen.

Milford

02.01. -03.01.:
Also vom schönsten Hostel der Welt (O-Ton Mr. T., Bestätigung Mr. R. = YHA Te Anau) habe ich mich auf den Weg zum Milford Sound gemacht. Ca. 120km für die man +-2,5h braucht. Je nachdem wie sehr man die Aussicht und die Berge ignorieren kann. Ich weiß gar nicht mehr wie lange ich unterwegs war, aber ich habe ein paar mal gestoppt. Lohnt sich der Weg! Es gibt dann übrigens auch kein WLAN oder Telefon-Signal mehr. Trotzdem ist man nicht allein = Tausende Urlauber jeden Tag auf dieser Straße… Aber wie schon geschrieben: Es lohnt sich.

Der Milford Track war ausgebucht und ich hatte auch keine Lust mehr zu versuchen diesen vielleicht sogar überschätzten schönsten Wanderweg der Welt doch noch zu buchen. Ich habe eine Bootsrundfahrt durch den Sound (Fjord) gebucht und das war auch klasse: Wasserfälle, Seehunde, hohe Berge und tolles Wetter. Auf dem Rückweg habe ich gecampt: ungefähr in der Mitte der Milford Road im Nirgendwo (Lake Gunn) war der größte Campingplatz, den ich bis jetzt gesehen habe. Etwa 300 Plätze (trotzdem Platz genug) und viele Plumpsklos = 8$ die Nacht.

Am nächsten Morgen bin ich zum Anfang (oder Ende, wie man will) des Routeburn Track (der nächste Great Walk, der ausgebucht war) gefahren und bin den Anfang gelaufen. Das muss auch ein wirklich schöner Track sein. Vielleicht später mal… 😉 Es ging für mich diesmal nur hoch zum „Key Summit“ mit toller Aussicht über die umliegenden Täler und dann wieder zurück. Ein kurzer Einkaufstopp in Te Anau und ich war auf dem Weg nach Bluff…

Kepler Track – Great Walk

Am 28.12. ging es also von Dunedin (St. Clair Beach) auf nach Te Anau. Ich hatte nur wenige Tage vorher die Hütten für den „Kepler Track“ ergattert. Da hat wohl jemand kurz vorher gecancelt 🙂 Ich wollte eigentlich nur noch mal die fehlende Hütte für den Rakiura Track (Stewart Island) prüfen… aber dazu später mehr.

Auf dem Weg in Balclutha habe ich Katie aus Auckland aufgelesen und mit nach Te Anau genommen. Lustigerweise hatte sie keine Ahnung, wo sie hin wollte. Sie war einfach froh mal allein unterwegs zu sein und keinen Plan zu haben. Ich habe meinen Great Walk vorbereitet und mich von ihr verabschiedet.

Der Kepler Track war fantastisch! Erster Tag war sehr warm, ein steiler Anstieg bis über die Baumgrenze und noch ein Stückchen bis zur Hütte. Dort habe ich das erste mal einen Rangertalk mitbekommen und das war auch echt lustig und informativ. Am nächsten Tag ging es fast nur entlang eines Bergkammes Richtung zweiter Hütte. Es war sehr wolkig und sehr windig. Ich brauchte das erste mal meine Jacke, weil zu kalt wurde. Aber die Aussicht war trotzdem super. Zum Ende ging es wieder steil nach unten, und kaum an der Hütte angekommen, hat es für 24 Stunden geregnet… Achja: Oben war eine Gruppe von Keas, das sind Mountain Parrots. Sehr clevere Kerlchen und gefährlich für jede Art von Kleinkram der rumliegt. Ich habe selbst einen Wanderschuh von jemand anderem gerettet und einen Kea mit einer Tasse weg fliegen sehen 😉
Letzter Tag: Regen und zwar ordentlich! Ich bin 5 Stunden am Stück gelaufen, und die erste Hälfte im Regen. Naja, der Abend des Tages war dann wieder ganz schön, aber ich hatte keine Regenhose und das war schon ein bisschen blöd…

Das war dann der 31.12. und nach dem schlechtesten Burger (ich hatte jedoch Hunger, dann war es nicht so schlimm 😉 ) in NZ rückte Sylvester näher. Zurück auf dem Campingplatz hat mir Katie eine SMS geschickt und sie saß direkt um die Ecke. Also haben wir mit Wein und Bier zusammen Sylvester „gefeiert“. Sie arbeitet in der Medien-/ Werbebranche und ist selbstständig. War ein lustiger Abend und ich habe mein Englisch weiter verbessert. Feuerwerk gab es übrigens keins – nur ganz wenig und ich glaube das offiziell von der Stadt Te Anau. Privat Feuerwerk ist nicht so richtig erlaubt. Das wird eigentlich nur im November (Guy Fawkes Day) gemacht. Eigentlich angenehm mal nicht son rumgeballer 🙂

Am 1. Januar hab ich im YHA Te Anau eingecheckt und überprüft ob Tobi recht hatte: Das YHA ist tatsächlich eins der schönsten und angenehmsten Hostels in denen ich je war!
Dort habe ich dann auch einen „Milford Cruise“ gebucht und bin am 2.1. die Milford Road (ca. 2,5h bis zum Fjord) gefahren. Nächstes mal mehr…

Die Fahrt nach Süden

Von Kaikoura ging es an der Ostküste nach Süden über Christchurch nach Dunedin. (20.12. – 27.12.)

Nach Christchurch ging es über den nach Süden intakten Highway 1 recht schnell. Ich habe spontan einen Belgier aus dem Hostel mitgenommen, daher war die Fahrt auch ganz abwechslungsreich. Christchurch hat mir nicht so gefallen. Das mag an den vielen Baustellen gelegen haben, die wohl zum großen Teil immer noch wegen des Erdbebens vor 6(!) Jahren bestehen. Ich muss auf dem Hike zur/von der Angelus Hut (Nelson Lakes National Park) meine Kopfhörer verloren haben, deshalb ich Ersatz gesucht. Dabei festgestellt, dass es kein MediaMarkt oder Saturn gibt. Touristen-Kopfhörer wollte ich auch nicht kaufen. Schließlich habe ich „Noel Leeming“ gefunden. „Harvey Norman“ und „Dick Smith“ gibt es wohl z.B. auch noch (nicht sehr einfallsreich bei der Namensfindung, die Neuseeländer…). Ist in etwa vergleichbar mit den europäischen Läden, nur kleiner. Außerdem war ich im Museum, im botanischen Garten, habe mir die Innenstadt angesehen inkl. der immer noch total zerstörten Kirche und habe nach gutem Brot gesucht (und bin fündig geworden! Das „Cafe Berlin“ ist wie ein kleiner deutscher Supermarkt – Ritter Sport, deutsche Wurst und gutes Brot usw… 🙂 ).

Dann habe ich nach Tipp von einem Niederländer in Kaikoura einen Sidetrip zum Mt. Sunday gemacht. Das ist ein kleiner einzelner Hügel in einem riesigem Tal umgeben von immer höher werdenden Bergen. Hier wurden die Szenen der LOTR-Filme gedreht, in denen man die Festung Edoras von Reitern der Rohan sieht. Ich habe tolles Wetter erwischt und war am Abend alleine auf Campground/Lodge. Das war cool! Ca. 35km Schotterpiste musste man fahren um dorthin zu kommen.

Dann ging es weiter Richtung Dunedin um dort Weihnachten zu verbringen. Nach einem Camping-Zwischenstop und dem Besuch der Moeraki Boulders bin ich dann 2 Tage über Weihnachten im Hostel in Dunedin geblieben. Leider war es am 24. sehr laut nachts, das war für die „Hostel-Jugend“ eine Party Nacht (ich bin auch erst um 1 Uhr ins Bett, jedoch zwischen 3-5 Uhr war immer noch mal ordentlich was los…). Naja, eigentlich war es aber ganz nett am Anfang, weil jeder etwas zu essen gemacht hat und man dann gemeinsam von allem probiert hat. Dazu ein paar Bierchen, das ganze in T-Shirt und kurzen Hosen = Stille Nacht, heilige Nacht!

Dunedin hat mir aber ganz gut gefallen. Ich bin noch zwei Tage länger geblieben: Camping im Holidaypark. Außerdem habe ich den Bericht von Tobi überprüft: in der NZ Sports Hall of Fame ist tatsächlich ein Schrein für Wynton Rufer! Ich habe Albatrosse beim brüten beobachtet. (Wenn man bezahlt, wird man vorsichtig nahe ran geführt.) In der Stadt habe ich die vielen Graffitys gesucht und gefunden. Und das wichtigste: Ich war mal wieder Wellenreiten! St. Clair Beach. Sehr schön war das: Vormittags Surfen, dann Fish’n’Chips zum Lunch, dann ins Auto und nach Te Anau…

Kaikoura – Dolphins!

17.-19.12.:
Fahrt von Nelson Lakes über den Lewis Pass nach Kaikura an der Ostküste.
Der Highway 1 an der Ostküste wäre eh noch immer geschlossen gewesen, wegen dem Erdbeben Ende 2016. Kann man sich kaum vorstellen in Deutschland, aber der komplette Verkehr (auch Bahn) war nicht möglich an der Ostküste für über ein Jahr… Ende Dezember wurde zumindest der Highway wieder geöffnet.

Die Autofahrt war ziemlich lang. Da eben ein Jahr viel mehr Verkehr im Inland entlang fuhr, waren die Straßen dementsprechend kaputt und mit Baustellen versehen. Ich konnte ca. 100 km lang nur 50 kmh im Schnitt fahren. Ein paar mal angehalten habe ich aber auch und ein paar Interessante Sachen kann man auf den Fotos sehen.

In Kaikoura war ich drei Nächte in der gemütlichen „Sunrise Lodge Kaikoura“ (BBH-Hostel), die ich sehr empfehlen kann. Vor allem Tim, der das ganze mit seiner Mutter betreibt, und sein dreibeiniger Hund „Spock“ waren sehr lustige und interessante Zeitvertreiber.

Das dollste war aber das Schwimmen mit den Delphinen! So wie mein Weltreise-Vorbild das hier Tobi in Kaikoura schon beschrieben hat: Man kann im offenen Meer ca. 2h mit ~400 Delphinen schwimmen. Die halten auch an und spielen mit einem. Jedoch habe auch davon keine Aufnahmen, da keine Unterwasserausrüstung. Aber es war echt cool.

Außerdem hab ich mir mal Crayfish (Lobster oder deutsch Languste) gegönnt.

Brot und Co.

Brot gibt es in New Zealand nur in Weißbrot-Form und als Toast. Trotzdem sind die Einheimischen stolz auf ihr „Brot“ und mögen es. Man kann es mal essen, aber lecker ist was anderes. Deshalb teile ich hier mal meine „echten“ Brotfunde. Es gibt leckeres Brot in New Zealand!

Passt auch hierhin: Ich habe „Red Velvet Cake“ kennengelernt. In Rotorua im Cafe des Wai-O-Tapu. Lustigerweise konnte mir keiner erklären, was das für ein Kuchen war… Es musste der Chef von hinten kommen, der den Kuchen selber gemacht hatte. Nach seinen Erklärungen (und Google Recherche danach 😉 ) habe ich verstanden, dass die rotbraune Farbe durch eine chemische Reaktion von Kakao und z.B. Buttermilch (einer säurehaltigen Zutat) entsteht. Interessant. Muss man mal selber probieren (oder Mutter machen lassen… 😉 )

Die Seite, die ich als Startpunkt für die Brotsuche genommen habe ist die folgende:

Die Brot-Wüste lebt! Unsere ultimative, (fast) vollständige Liste guter Bäcker in Neuseeland

Schon etwas älter die Liste… Hier meine Prüfungen und Aktualisierungen:

> Auckland – Mount Eden: Olaf’s Bakery, 1 Stokes Road
–> Sehr gut!

> Rotorua: Ciabatta Bakery, 38 White Street
–> Das beste Brot bis jetzt! Auch ein nettes Cafe mit leckeren Sandwiches und Süßkram. Komischerweise im Gewerbegebiet.

> Hastings: Farmers‘ Market (Sonntag 8:30-12:30 Uhr)
> Napier: Harald’s Bread World, 34 C Austin Street
–> Harald’s auf dem Markt angetroffen, leider zu spät gekommen und auch „nur“ Ciabatta bekommen. Man anrufen und tiefgefrorenes „echtes“ Brot bekommen, wenn man lieb fragt. Passte zeitlich bei mir leider nicht.

> New Plymouth: Batemans, 86 Devon St E

> Wellington (Aroville): Arobake, 83 Aro Street
> Wellington (Te Aro): Moore Wilson’s, 93 Tory St. (gemeinsamer Verkaufsstand mehrerer Bäckereien)
–> Das ist auch gleichzeitig ein Spezialtätenladen mit fast nur organisch/Bio Lebensmitteln. Da gibt es eigentlich alles.

> Nelson: Don Rodrigo The Artisan Baker auf dem farmers‘ market am Mittwoch (Mi 10:30-15:30, Morrison Square) und auf dem Nelson Market am Samstag und Sonntag (8-13 Uhr, Montgomery Square).
–> Haben mittlerweile auch ein kleines Geschäft direkt in Nelson. Straße müsste Hardy oder Bridge Street sein.
> Takaka: Golden Bay Organics, 47 Commercial St

> Christchurch/Strowan: Café Berlin Delicatessen & Café, 9c Normans Road (Stadtteil Strowan)
–> Auch leckere Wurst und importierte Produkte aus Deutschland/Europa. Fast ein kleiner (guter) deutscher Supermarkt.
> Christchurch/Sydenham: The Breadman Organic Bakery, 22 Kingsley St
–> Brotfabrik. Nicht schlecht. Aber es gibt eher abgepacktes Brot. Es war nicht super „frisch“.
> Christchurch/Ferrymead: Vic’s Bakehouse, 4B Settler’s Crescent
–> Supernettes Cafe mit tollen Produkten. Für frisches Körnerbrot war ich zu spät, aber das Ciabatta war prima.

Liste wird aktualisiert…

Nelson Lakes Hike

Wie die Zeit vergeht. Schon wieder ne Weile nichts geschrieben und ab morgen bin ich schon wieder 3 Tage wandern (Stuart Island). Ich muss mal ein bisschen aufholen.

Los gehts!

Nelson Lakes National Park, 14.12. – 16.12.

Kurz gesagt: 2,5h Stunden Fahrt von Nelson – 2x übernachten im Campground Camp Kerr Bay, dazwischen in der Angelus Hut am Lake Angelus.
Etwas länger: Der Nelson Lakes National Park beheimatet so in etwa die nördlichsten Berge der „Southern Alps“. Das ist also schon zum Teil Alpines Terrain. Ich hatte mich für eine 2-Tages-Tour entschieden mit einer Übernachtung in einer Hütte. Es ging als erstes vom wunderschönen See steil nach oben bis auf den Mount Robert (1421m). Danach die Robert Ridge entlang (also genau auf dem Bergkamm für ca. 4h, mit ziemlichen Windboen – allerdings den ganzen Tag wärmende Sonne). Die Namen fand ich natürlich toll und das kann man ja auch auf dem Foto sehen… Höchster Punkt: Julius Summit auf knapp 1800 Metern. Dann war endlich die Angelus Hut erreicht, die an einem wunderschönen See liegt. Überhaupt die Aussicht fantastisch auf dem gesamten Weg. Ich war schon ein bisschen kaputt – Bergab über große Felsen mit dem Backpack auf dem Rücken… Puh.
Am nächsten Tag bin ich eine andere Route (Speargrass Route) zum Parkplatz zurück. Das ging am Anfang schnell runter, dabei mehrmals über und durch kleine Bachläufe und dann zog es sich doch sehr lange durch, zugegebenermaßen schönen Beech-Forest. Aber ich doch sehr groggy am Ende und hab mir den Parkplatz und das Auto herbei gesehnt.
Nach der Dusche gab es Burger und Bier zur Belohnung in der „Alpine Lodge“. Einige Interessante Leute kennengelernt (diesmal auch viele Kiwis) und es waren zwar viele Sandflies (Es ist doch alles wahr was erzählt wird! Nach dem Weißen Hai kommt gleich die Sandfly… ;-/ ) unterwegs, aber ich weiß so langsam, wie und wann man sich eincremen muss 🙂

Nelson und Golden Bay

5.12. – 13.12: Nelson und Golden Bay (inkl. Abel Tasman)

Nach dem Problemchen mit dem Auto war es schon etwas später am Tag und ich hatte Lust auf zwei Tage „echtes“ Bett. Das Hostel war ein sehr kleines (10 Betten) gemütliches und zur Abwechslung sehr international und wenig deutsch (= angenehm 🙂 ). Nelson ist ne kleine Stadt, die wohl in den letzten Jahren extrem gewachsen ist. Insgesamt sehr relaxt und ruhig. Man merkt dass die Gegend für Weinbau und Hopfenanbau berühmt ist. Sehr viel local Craft-Beer und viele Weinsorten. Es gibt einen kleinen Hügel und der Gipfel ist das Zentrum New Zealands. Wie genau sie das berechnet haben weiß ich allerdings nicht – ich glaube da könnte man sich auch streiten…
Dann bin ich für 2 Tage auf einen Campingplatz an der Golden Bay gefahren -> Nichts los, wunderschöner Sandstrand, Toller Sternenhimmel. Und noch entspannter die Leute und die Gegend. (Man merkt hier noch sehr, dass das mal eine Hippie-Hochburg war vor nicht allzu langer Zeit 🙂 Viel Yoga, Organic Food und buntere Kleidung. Aber mir hats gefallen und ich hab die Zeit mit Ukulele spielen und lesen „verplempert“.

In Nelson zurück habe ich auch Emily wiedergetroffen, die dort gerade einen Job suchte (und mittlerweile gefunden hat – Restaurant und Winery http://mahana.nz/). Wir hatten schon grob geplant, dass wir uns vielleicht auf dem Abel Tasman Track (another Great Walk) wieder treffen würden. Da die Übernachtungsmöglichkeiten schon sehr ausgebucht waren, hatte ich mich für nur 2 Tage wandern und eine Übernachtung entschieden und Emily hat sich dann angeschlossen, da es zeitlich auch bei ihr so passte. (Auf dem Hinweg hatte sie gerade noch ihr Vorstellungsgespräch) Mit Hin- und Zurückfahren und jeweils Übernachten hat das dann vom 10.12. – 13.12. gedauert und war fantastisch! Wetter hat mit gespielt. Diesmal war das Tagesziel der Strand und eine Lodge (Kaffee & Eis …), bevor es dann zur Hütte zurück ging und am nächsten Tag wieder Richtung Nelson.

Insgesamt könnte ich dort auch mehr Zeit verbringen. Hat mir sehr gut gefallen, die ganze Gegend. Mountain biken und Kajak fahren wären noch Sachen, die ich mir vielleicht auf der Rückreise vorstellen kann… Mal schauen. (Und dann noch 1-2 Biere testen)

Pelorus Bridge

Huch… Die Fährfahrt vergessen…

Da gibt es aber auch nicht viel zu erzählen. Bastis Bornholm Fähre hab ich nicht gefunden. Vielleicht dann auf der Rückfahrt.
Ich bin mit der Interislander gefahren. Die Gegend um den Marlborough-Sound sah von der Fähre aus aber schon toll aus!

Ich habe mir dann ziemlich spontan (wie immer) ein DOC-Campground (Pelorus Bridge) rausgesucht auf halbem Weg zwischen Picton und Nelson. Und dann erst bemerkt, dass hier die Szenen aus dem Hobbit gedreht wurden, in denen die Gruppe in den Fässern vor den Orks flieht! Man muss etwas Fantasie haben, aber ein bisschen konnte man sich es vorstellen. Auf jeden Fall ein wunderschöner Ort.

Am nächsten Morgen sprang dann das Auto nicht an! Benzin war halb voll, Alle Lichter leuchteten – Batterie ok?! Mehr kann ich auch nicht erkennen, als nicht Auto-Mechaniker. Es stellte sich heraus, dass ich mind. 2 Tage hätte warten müssen, bis ein Mechaniker zu mir da raus gefahren wäre… Nach kurzem überlegen, hab ich dann doch Starthilfe (Jump-Start mit kleinem Koffer aus dem freundlichen Cafe) versucht – Und siehe da: er springt an! Meine erste Aktion in Nelson war dann, eine neuer Batterie zu kaufen und einzubauen. -> Ich habe zugegebenermaßen schon zweimal das Licht angelassen und brauchte schon Jump-Starts 😉 Aber diesmal war die Batterie einfach nur alt.

Dann war ich also in Nelson…