Westcoast Glacier

18.01. – 25.01.:
Nachdem mir klar geworden war, dass mein Auto nicht mehr 3000$ Wert war mit einem kaputten Getriebe, war die nächste Frage im Kopf: Kann ich überhaupt noch mit der Kiste fahren, ohne dass sie irgendwo in der Pampa ganz stehen bleibt? Ich habe mich (erstaunlich schnell für meine Verhältnisse) entschieden bis Christchurch weiter zu fahren – Aus Trotz aber den Umweg über die Westküste und damit 2 Gebirgspässe zu nehmen. Ob das klug war? (Christchurch, weil ich das Auto in Wanaka wohl kaum losgeworden wäre)

Da das kaputte Auto meine Pläne etwas durcheinander gebracht hatte und ich mit Gedanken aktuell eh schon in Australien bin: Ab hier etwas komprimiertere Beiträge…

– Erinnerung: Auto fährt max. 60 km/h im zweiten Automatik-Gang. Bergab im Leerlauf durchaus 110 km/h 😉

– Sobald ich über den ersten Pass (Haast) kam (erstaunlich einfach, weil so viele Touristen langsam fahren, bin ich gar nicht aufgefallen) war die Landschaft komplett grün, die Wasserfälle prall gefüllt und Regen in der Luft (immer mal wieder).

– Fox und Franz-Josef-Glacier waren sehr interessant. Vom Palmen-/Regenwald direkt zum Schnee-/Eisfeld: Gibt es sonst nur noch einmal auf der Welt, in Patagonien. Der berühmte Spiegeleffekt am Lake Mathesen fiel ins Wasser: Regentag mit tief hängenden Wolken und Wind. Am Franz-Josef-Glacier habe ich eine geführte Tour mitgemacht. Wir kamen etwas näher an den Gletscher und uns wurde das ganze Gebiet genau erklärt. Hat sich gelohnt. Andere sind teuer mit dem Hubschrauber auf den Gletscher und durften 10 Minuten auf dem Eis stehen – Ich stells mir nicht so gut vor…

– Weil es so gut lief: Nächster Pass und ab Richtung Christchurch – Der Arthurs Pass. Hier bin ich fast am steilsten Stück stehen geblieben, da es aus dem zweiten Gang nicht in den ersten ging… Zum Glück bin ich wieder nicht aufgefallen, da ca. 500m vor mir ein LKW ähnliche Probleme hatte und somit alle unendlich langsam waren. (Dagegen sind die Kasseler Berge ein Klacks! Aber das steile Stück ist nur sehr kurz…)

– Kein Wandern da das Wetter schlechter wurde. Ein kurzer Spaziergang zum „Devils Punchbowl“ war noch drin.

– Gut angekommen in Christchurch und Rekord im Benzinverbrauch: 13,2 Liter/100km

– Keine Lust mehr auf das Auto und lange Verhandlungen gehabt und den guten Nissan für 160$ an einen Hostel-Besitzer/Campervan-Verkäufer gegeben. Naja…

– Beim zweiten mal war CH-CH irgendwie netter und angenehmer – Gib jedem eine zweite Chance! 😉

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