Hiroshima

Am 12. September also Weiterfahrt nach Hiroshima. Mit dem Shinkansen. (Das ist so etwas wie der ICE in besser umgesetzt, da alle Shinkansen – es gibt mehrere Versionen – auf speziellen Gleisen fahren, die für Hochgeschwindigkeit ausgelegt sind. Funktioniert sehr gut. Pünktlichkeit wird hier wohl in Sekunden gemessen…)
Da ich mir schon in Deutschland den „Japan Rail Pass“ für 2 Wochen gekauft hatte, konnte ich kostenlose Platzreservierungen machen lassen und einfach einsteigen.

… Ok, so einfach war es nicht: Der Mann am Schalter konnte kein Englisch und ich war froh mir drei Sätze japanisch vorher aufgeschrieben zu haben. Damit und mit meinem Handy Fahrplan klappte aber dann alles prima.

Von Hiroshima wusste ich vorher nur das was alle wissen: Hier wurde die erste Atombombe im zweiten Weltkrieg abgeworfen. Da gibt es natürlich Museen und Mahnmale und Gedenktafeln. Ich schreibe dazu hier nichts weiter. Man kommt schon ins nachdenken, wenn sich das ansieht.

Ansonsten ist Hiroshima aber auch wirklich eine Reise wert. Eine Millionenstadt in der die Grundstimmung sehr angenehm ist. Ich habe es als angenehmer empfunden als Tokio, aber ich kratze ja auch nur jeweils an der Oberfläche. Essen war auf jeden Fall toll: Vor allem Okonomiyaki ist eine dort eine Spezialität. Tagesausflug zur Insel Mijajima (das rote Tor im Wasser und heiliger Berg Mt. Misen). Zweiter Berg in Japan war ein Klacks gegen den Fuji. Geschwitzt habe ich trotzdem. Am 15. September bin ich in ein Public Onsen (Ein Bad, gespeist immer von einer heißen Quelle – dient zur Erholung) – genau wie hier beschrieben – gegangen. Das war in Fußreichweite meiner Unterkunft, jedoch konnte dafür dort wieder niemand Englisch. Ging aber wieder mit ein paar vorher raus geschriebenen Sätzen. Normalerweise darf man mit Tattoo nicht in ein Onsen (um die japanische Mafia zu ärgern, die sind glaube ich alle tätowiert); hier war gleich der erste Rücken komplett tätowiert und Besitzer des Rückens sah mich grimmig an. Es war schon Bad für Einheimische, aber ich habe mich gut angestellt und keine großen Fehler gemacht 🙂

Am 16. ging es weiter nach Kyoto.

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