Nelson Lakes Hike

Wie die Zeit vergeht. Schon wieder ne Weile nichts geschrieben und ab morgen bin ich schon wieder 3 Tage wandern (Stuart Island). Ich muss mal ein bisschen aufholen.

Los gehts!

Nelson Lakes National Park, 14.12. – 16.12.

Kurz gesagt: 2,5h Stunden Fahrt von Nelson – 2x übernachten im Campground Camp Kerr Bay, dazwischen in der Angelus Hut am Lake Angelus.
Etwas länger: Der Nelson Lakes National Park beheimatet so in etwa die nördlichsten Berge der „Southern Alps“. Das ist also schon zum Teil Alpines Terrain. Ich hatte mich für eine 2-Tages-Tour entschieden mit einer Übernachtung in einer Hütte. Es ging als erstes vom wunderschönen See steil nach oben bis auf den Mount Robert (1421m). Danach die Robert Ridge entlang (also genau auf dem Bergkamm für ca. 4h, mit ziemlichen Windboen – allerdings den ganzen Tag wärmende Sonne). Die Namen fand ich natürlich toll und das kann man ja auch auf dem Foto sehen… Höchster Punkt: Julius Summit auf knapp 1800 Metern. Dann war endlich die Angelus Hut erreicht, die an einem wunderschönen See liegt. Überhaupt die Aussicht fantastisch auf dem gesamten Weg. Ich war schon ein bisschen kaputt – Bergab über große Felsen mit dem Backpack auf dem Rücken… Puh.
Am nächsten Tag bin ich eine andere Route (Speargrass Route) zum Parkplatz zurück. Das ging am Anfang schnell runter, dabei mehrmals über und durch kleine Bachläufe und dann zog es sich doch sehr lange durch, zugegebenermaßen schönen Beech-Forest. Aber ich doch sehr groggy am Ende und hab mir den Parkplatz und das Auto herbei gesehnt.
Nach der Dusche gab es Burger und Bier zur Belohnung in der „Alpine Lodge“. Einige Interessante Leute kennengelernt (diesmal auch viele Kiwis) und es waren zwar viele Sandflies (Es ist doch alles wahr was erzählt wird! Nach dem Weißen Hai kommt gleich die Sandfly… ;-/ ) unterwegs, aber ich weiß so langsam, wie und wann man sich eincremen muss 🙂

Nelson und Golden Bay

5.12. – 13.12: Nelson und Golden Bay (inkl. Abel Tasman)

Nach dem Problemchen mit dem Auto war es schon etwas später am Tag und ich hatte Lust auf zwei Tage „echtes“ Bett. Das Hostel war ein sehr kleines (10 Betten) gemütliches und zur Abwechslung sehr international und wenig deutsch (= angenehm 🙂 ). Nelson ist ne kleine Stadt, die wohl in den letzten Jahren extrem gewachsen ist. Insgesamt sehr relaxt und ruhig. Man merkt dass die Gegend für Weinbau und Hopfenanbau berühmt ist. Sehr viel local Craft-Beer und viele Weinsorten. Es gibt einen kleinen Hügel und der Gipfel ist das Zentrum New Zealands. Wie genau sie das berechnet haben weiß ich allerdings nicht – ich glaube da könnte man sich auch streiten…
Dann bin ich für 2 Tage auf einen Campingplatz an der Golden Bay gefahren -> Nichts los, wunderschöner Sandstrand, Toller Sternenhimmel. Und noch entspannter die Leute und die Gegend. (Man merkt hier noch sehr, dass das mal eine Hippie-Hochburg war vor nicht allzu langer Zeit 🙂 Viel Yoga, Organic Food und buntere Kleidung. Aber mir hats gefallen und ich hab die Zeit mit Ukulele spielen und lesen „verplempert“.

In Nelson zurück habe ich auch Emily wiedergetroffen, die dort gerade einen Job suchte (und mittlerweile gefunden hat – Restaurant und Winery http://mahana.nz/). Wir hatten schon grob geplant, dass wir uns vielleicht auf dem Abel Tasman Track (another Great Walk) wieder treffen würden. Da die Übernachtungsmöglichkeiten schon sehr ausgebucht waren, hatte ich mich für nur 2 Tage wandern und eine Übernachtung entschieden und Emily hat sich dann angeschlossen, da es zeitlich auch bei ihr so passte. (Auf dem Hinweg hatte sie gerade noch ihr Vorstellungsgespräch) Mit Hin- und Zurückfahren und jeweils Übernachten hat das dann vom 10.12. – 13.12. gedauert und war fantastisch! Wetter hat mit gespielt. Diesmal war das Tagesziel der Strand und eine Lodge (Kaffee & Eis …), bevor es dann zur Hütte zurück ging und am nächsten Tag wieder Richtung Nelson.

Insgesamt könnte ich dort auch mehr Zeit verbringen. Hat mir sehr gut gefallen, die ganze Gegend. Mountain biken und Kajak fahren wären noch Sachen, die ich mir vielleicht auf der Rückreise vorstellen kann… Mal schauen. (Und dann noch 1-2 Biere testen)

Fun Facts New Zealand

Der Dauerbrenner unter den Beiträgen. Alle warten drauf, keiner traut sich zu fragen – Hier ist er endlich:

Fun Facts New Zealand!

* Sandflies
Es gibt keine Sandflies. Nirgendwo. Du brauchst dich nie mit Mitteln einreiben. Und wenn dich doch mal eins dieser Biester beißt (es gibt sie aber nicht, keine Panik), dann tut es sofort weh (also würde es sofort weh tun), das ist (wäre) so, als wenn dich wirklich jemand beißt… dann ist es aber schon zu spät: 1-2 Tage später kommt der eigentliche Spaß erst – es beginnt dick rot anzuschwellen und juckt ganz fürchterlich für ca. weitere 2 Tage… (also würde jucken und würde rot anschwellen, zum Glück ist das nur eine Erfindung…) Mücken gibt es in New Zealand, aber die sind so eingeschüchtert von den ganzen Sandflies-Schauergeschichten, dass sie meist vergessen zu stechen.

* Ein-Hebel-Mischbatterie
Es gibt nur an wenigen Stellen im Land Ein-Hebel-Mischbatterien. Dafür gibt es erstaunlich und ärgerlicherweise dauernd zwei Wasserhähne: Einer kochend heiß und einer eiskalt. Und genau weit genug auseinander, damit man die beiden extreme nicht mischen kann, sondern nur jeweils eins davon auf die Haut bekommt. Ich versteh nicht, was das soll. Es kann doch nicht soo teuer sein, dass vernünftig zu machen? Vielleicht ist das ne Geschäftsidee: wenn erst mal viele davon überzeugt sind, dass das Mist ist, wie es nun mal gerade ist… Dann werde ich reich!

* Autofahren
Viele Neuseeländer (es gibt auch einige Ausnahmen, genau in die andere negative Richtung) fahren bei 100 kmh Höchstgeschwindigkeit 80-90 kmh und bei 50 kmh im Ort dann 40 kmh. Im hügeligen, uneinsehbaren Gelände verstehe ich das und begrüße es auch eigentlich immer. Jedoch bei gerader Strecke ohne Gefahrenquellen und in der Stadt finde ich es doch befremdlich. Es gibt dann auf den Highways alle paar Kilometer Überholstreifen, also eine Spur mehr. Fast immer werden in dem Moment, wo die Straße schön breit und zweispurig wird, auch aller Kriecher schneller, so dass man Mühe hat sie überhaupt zu überholen. Ich bin wirklich kein Raser, aber 100 ist überall Maximal-Geschwindigkeit und dann sollte man das auch nutzen oder jemanden überholen lassen. Naja. Nervt öfter mal. Ich bin ja schon ruhig.

* Münzen
Das mag es auch in anderen Ländern geben: es gibt keine 1-, 2-, und 5-Cent Münzen. Im Laden wird einfach auf- oder abgerundet, bei Kartenzahlung wird Cent-genau abgerechnet. Eigentlich angenehm. Wozu braucht man auch wirklich diese kleinen Münzen? Den Gewinn streichen am Ende wahrscheinlich allerdings die Banken und die großen Supermarktketten ein…

* Linksverkehr
Puh! Ich war schwimmen. (Die Geschichte passierte noch als in Auckland war – ich war schon ein paar mal schwimmen) Also nicht baden, sondern knapp 2000m Training um die Muskeln nicht völlig zu verlieren.
Ich sprech sogar noch kurz mit der einzigen Schwimmerin auf der Bahn – „are wie swimming in a circle?“ – „yes“ … nach einer Bahn wussten wir beide, dass ich irgendwo anders her komme. 😉 Also auch hier: immer links halten! (Beim Auto fahren kein Problem – bis auf die ersten beiden Tage Auckland 😉 )

* Apropos Schwimmen: In den Hallenbädern geht man direkt mit Straßenschuhen rein. Es ging meist direkt am Beckenrand entlang zu den Umkleidekabinen. Es ist dann unüblich, seine Sachen in einen Spind zu schließen, man nimmt einfach alles mitsamt Schuhen wieder in die Halle und stellt seine Sachen auf/unter eine Bank. Es sind meist jede Menge Eltern in der Schwimmhalle (mit Schuhen, Jacke etc) gewesen, die ihren Kindern zugesehen haben… Irgendwie sehr befremdlich das alles. Ich hab noch niemanden dazu angesprochen – ich war wohl zu überrascht – jedes mal.