Wellington

So weiter gehts. Noch schnell die Reste vom Crayfish und den Chips aus dem Bart wischen, fertig:

29.11. – 04.12. Fahrt nach Wellington und mit der Fähre auf die Südinsel!

Die Fahrt bis Wellington habe ich gemütlich mit zweimal campen verbracht. Einmal wunderschön (6$) in einem kleinen Naturschutzgebiet und einmal sehr gedrängt kurz vor Wellington (12$, allerdings mit Dusche) – Kann manchmal sehr unterschiedlich sein das campen. Mal super, und mal … nicht so super.
In Wellington war ich dann im YHA (Hostel). Die Stadt hat mir ganz gut gefallen. Nette Cafes und Kneipen und insgesamt angenehmer als Auckland. Ich habe das Bird-Sanctuary „Zealandia“ besucht und gleich eine „Night-Tour“ gebucht – man gönnt sich ja sonst nichts (85$). Die 2-3h haben sich aber richtig gelohnt! Nicht nur einen Kiwi gesehen – also live und nachts und überraschend und süss 😉 – , sondern auch noch einen Takahe, einige Kakas, endemic ducks (deren Namen ich vergessen habe), einen Longfin Eel (ca. 1,30m lang und fast an Land) und mehrere Tuataras (das sind Brückenechsen – die gibt es ebenfalls nur auf den Inseln Neuseelands und sind sehr selten geworden aufgrund der ganzen Ratten, Possums und Stoats. (Ich schreibe ja oft über das DOC – hier mal eine Beispielseite: http://www.doc.govt.nz/nature/pests-and-threats/animal-pests/ – War ja auch mal kurz mein „Arbeitgeber“ bei der Freiwilligenarbeit.)

Einen Beweis für den Kiwi habe ich nicht. Brauch ich auch nicht! War total gut.

Was ansonsten in Wellington:
– „Echtes“ Brot gekauft und mein erstes Laugengebäck seit Monaten. Mmhh! 🙂
– mit dem Cable Car gefahren und den Botanic Garden besucht
– Night Market mit Streetfood und Livemusik besucht
– Schuhe gekauft – bei meinen alten löst sich die Sohle ab – dabei fällt mir ein: die liegen immer noch im Auto, kann ich eigentlich auch mal wegschmeißen…
– Te Papa Nationalmuseum angesehen – Ist kostenlos für alle und war tatsächlich interessant!
– Natürlich: Nach Fähren Ausschau gehalten. Aber anscheinend nicht die richtige „erwischt“ … 🙁

Fun Facts New Zealand

Der Dauerbrenner unter den Beiträgen. Alle warten drauf, keiner traut sich zu fragen – Hier ist er endlich:

Fun Facts New Zealand!

* Sandflies
Es gibt keine Sandflies. Nirgendwo. Du brauchst dich nie mit Mitteln einreiben. Und wenn dich doch mal eins dieser Biester beißt (es gibt sie aber nicht, keine Panik), dann tut es sofort weh (also würde es sofort weh tun), das ist (wäre) so, als wenn dich wirklich jemand beißt… dann ist es aber schon zu spät: 1-2 Tage später kommt der eigentliche Spaß erst – es beginnt dick rot anzuschwellen und juckt ganz fürchterlich für ca. weitere 2 Tage… (also würde jucken und würde rot anschwellen, zum Glück ist das nur eine Erfindung…) Mücken gibt es in New Zealand, aber die sind so eingeschüchtert von den ganzen Sandflies-Schauergeschichten, dass sie meist vergessen zu stechen.

* Ein-Hebel-Mischbatterie
Es gibt nur an wenigen Stellen im Land Ein-Hebel-Mischbatterien. Dafür gibt es erstaunlich und ärgerlicherweise dauernd zwei Wasserhähne: Einer kochend heiß und einer eiskalt. Und genau weit genug auseinander, damit man die beiden extreme nicht mischen kann, sondern nur jeweils eins davon auf die Haut bekommt. Ich versteh nicht, was das soll. Es kann doch nicht soo teuer sein, dass vernünftig zu machen? Vielleicht ist das ne Geschäftsidee: wenn erst mal viele davon überzeugt sind, dass das Mist ist, wie es nun mal gerade ist… Dann werde ich reich!

* Autofahren
Viele Neuseeländer (es gibt auch einige Ausnahmen, genau in die andere negative Richtung) fahren bei 100 kmh Höchstgeschwindigkeit 80-90 kmh und bei 50 kmh im Ort dann 40 kmh. Im hügeligen, uneinsehbaren Gelände verstehe ich das und begrüße es auch eigentlich immer. Jedoch bei gerader Strecke ohne Gefahrenquellen und in der Stadt finde ich es doch befremdlich. Es gibt dann auf den Highways alle paar Kilometer Überholstreifen, also eine Spur mehr. Fast immer werden in dem Moment, wo die Straße schön breit und zweispurig wird, auch aller Kriecher schneller, so dass man Mühe hat sie überhaupt zu überholen. Ich bin wirklich kein Raser, aber 100 ist überall Maximal-Geschwindigkeit und dann sollte man das auch nutzen oder jemanden überholen lassen. Naja. Nervt öfter mal. Ich bin ja schon ruhig.

* Münzen
Das mag es auch in anderen Ländern geben: es gibt keine 1-, 2-, und 5-Cent Münzen. Im Laden wird einfach auf- oder abgerundet, bei Kartenzahlung wird Cent-genau abgerechnet. Eigentlich angenehm. Wozu braucht man auch wirklich diese kleinen Münzen? Den Gewinn streichen am Ende wahrscheinlich allerdings die Banken und die großen Supermarktketten ein…

* Linksverkehr
Puh! Ich war schwimmen. (Die Geschichte passierte noch als in Auckland war – ich war schon ein paar mal schwimmen) Also nicht baden, sondern knapp 2000m Training um die Muskeln nicht völlig zu verlieren.
Ich sprech sogar noch kurz mit der einzigen Schwimmerin auf der Bahn – „are wie swimming in a circle?“ – „yes“ … nach einer Bahn wussten wir beide, dass ich irgendwo anders her komme. 😉 Also auch hier: immer links halten! (Beim Auto fahren kein Problem – bis auf die ersten beiden Tage Auckland 😉 )

* Apropos Schwimmen: In den Hallenbädern geht man direkt mit Straßenschuhen rein. Es ging meist direkt am Beckenrand entlang zu den Umkleidekabinen. Es ist dann unüblich, seine Sachen in einen Spind zu schließen, man nimmt einfach alles mitsamt Schuhen wieder in die Halle und stellt seine Sachen auf/unter eine Bank. Es sind meist jede Menge Eltern in der Schwimmhalle (mit Schuhen, Jacke etc) gewesen, die ihren Kindern zugesehen haben… Irgendwie sehr befremdlich das alles. Ich hab noch niemanden dazu angesprochen – ich war wohl zu überrascht – jedes mal.

Whanganui Journey – Great Walk

23.11. – 28.11.: Am Tag nach dem Tongariro Alpine Crossing habe ich mich recht spontan zu der dreitägigen Kanu/Kajak-Fahrt entschlossen. Man ist also wieder auf sich selbst gestellt, muss alles was man so braucht mit nehmen. Mit dem sehr lustigen DOC Mitarbeiter im I-Site Whakapapa Village (noch am Fuss des Mt. Ruapehu) habe ich also die zwei Übernachtungen in den Hütten und den Kanu-Verleih gebucht. Der Mitarbeiter war ein Maori und ich habe gelernt, dass „Kai Time“ = Zeit zu Essen bedeutet… Man darf nicht komplett alleine (Sicherheit) los, deshalb habe ich mich der nächstmöglichen Gruppe am 26.11. angeschlossen.

Die Zeit bis dahin habe ich mir mit einer Fahrt nach New Plymouth über den „Forgotten World Highway“ vertrieben. Eine sehr einsame, lange Straße (State Highway 43) und ungefähr in der Mitte 20km Schotterpiste in einem wunderschönen Flusstal. War eigentlich ein Riesenumweg, war aber auch sehr schön. Die Stadt New Plymouth war nicht der Knaller, ich kam allerdings auch zum Feierabend-Verkehr an. Zum Surfen war das Wetter leider nicht gut genug.

Dann bin ich wieder den halben Weg zurück nach Taumaranui, wo wir die Kajaks ausleihen sollten. Kurzes Bekanntmachen mit Lisa aus den Niederlanden und Craig aus USA und dann wurden wir nach einer Nacht campen zum Startpunkt gefahren. Ein Kanu für zwei Personen und ein Einer-Kajuk. Das war auch ganz gut, so konnten wir wechseln und die Muskeln auch mal anders belasten… Der Whanganui River ist sehr beeindruckend und auch die Natur und Ruhe im Nationalpark. Jedoch war das paddeln drei Tage etwas zu lang. Es gab einige Stromschnellen, die mit dem Kajak Spass machten – das Kanu lief meist etwas voll Wasser, egal wie gut man war. Die 50/50 Stromschnelle am Ende haben Lisa und ich versucht als U-Boot weiter zu paddeln, aber da viele weitere Paddler an der Stromschnelle gewartet haben, kamen wir damit nicht durch. An dem Tag war es kein 50/50, sondern nur ein Boot hat es geschafft (von ca. 10), also waren wir nicht soo schlecht. Im Fluss konnte man übrigens wunderbar schwimmen. Temperatur war prima. Spass hat die Fahrt auch insgesamt gemacht.

Craig hatte sich am letzten Tag am Knie eine 1cm tiefe Platzwunde zugezogen und ist mit einem Jetboat etwas früher zum Treffpunkt zurück gekommen. Da aber der nächste Arzt eh viel zu weit weg war (und ein Helikopter-Einsatz jetzt auch nicht gerade notwendig war) sind wir dann alle zusammen im Bus zurück nach Taumaranui gebracht worden. Ich hab danach nichts mehr von Craig gehört. Ich schätze ihn so ein, dass er keinen Arzt mehr aufgesucht hat, obwohl die Wunde nicht gut aussah… Naja… Gerade als wir ankamen fing es an in Strömen zu regnen, zu blitzen und zu donnern. Nachdem sich deshalb meine Abfahrt Richtung Wellington über 2 Stunden verzögert hatte, habe ich mich entschieden beim Sohn der Familie in dessen gerade im Aufbau befindlichen kleinen Hostel zu bleiben. Das war dann auch ganz kuschelig, wenn auch sehr einfach (Duschen war bei ihm in der Wohnung möglich 🙂 ).

EDIT: Extra aufgehoben und nun im Auto gefunden: Die Adresse, da es das Hostel ja noch nirgendwo offiziell gibt… Jonos Backpacker, Manuaute St. 9, Taumaranui (via Taumaranui Canoe Hire)

Taupo und Tongariro

Die Zeit rast und ich schreibe viel zu viel (und zu langsam)…

Ich bin also von Napier nach Taupo gefahren. Geht übrigens selten mal ein paar Kilometer eben und geradeaus in New Zealand – auch auf den State Highways, die meist alle ~20 km mal nen Doppelstreifen zum überholen haben.

Taupo gefiel mir ganz gut. Zwei Nächte im Hostel, einen Tag Mountain Biking – mal was ganz anderes! Etwa 30 km hab ich immerhin gemacht. Zwar ne Anfänger Strecke, abr immer durchs Gelände. Wetter war auch gut und am Ende noch die Füsse in einen Hot Stream gehalten. Auf dem Weg lagen unter anderem die Huka Falls (siehe Bild). Ich bin jetzt neben BBH auch noch Mitglied im YHA. (Tobi weiß wovon ich schreibe 😉 ) Ob das sinnvoll und klug ist, weiß ich nicht. Zumindest gefällt es mir besser, NICHT über Booking.com zu buchen. YHA in Taupo gefiel mir allerdings wiederum nicht optimal, kann aber auch an den (zu) vielen deutschen „Gerade-Abitur-gemacht-und-was-nun“-Besuchern gelegen haben…

Am dritten Tag Taupo bin ich morgens um 5:30 Uhr aufgestanden, da ich mit dem Auto über eine Stunde zum Shuttle für das Tongariro Alpine Crossing (einer der besten One-Day-Hikes … der Welt – Was solls: Alle übertreiben immer. Kann ich auch). Kurz gesagt: 6-8 Stunden zwischen zwei aktiven Vulkanen auf bis zu 1900 Meter Höhe wandern. Ich hatte mir einen sehr guten Tag herausgesucht. Das Wetter war super am Vormittag – Kaum Wolken am Himmel. Die Vulkane sehr beeindruckend. Einer davon hat zumindest ein bisschen Pate gestanden für den Schicksalsberg (Mt. Doom) in der „Der Herr der Ringe“. Der letzte Ausbruch war erst 2012. Insgesamt war es sehr machbar und ich habe mit vielen (Foto-)Pausen 6,5 Stunden gebraucht. Da die Wanderung sehr beliebt ist, lief man manchmal wie im Gänsemarsch und manche Mitwanderer waren in Shorts und Muskelshirt unterwegs. Wenn sich wirklich mal das Wetter schlagartig ändert, sehen die ganz schön blöd aus. Naja… Drei indisch aussehende Menschen sind mir mehrmals mit Plastiktüten aufgefallen. Ich weiß ja nicht – Ein Spaziergang war das auch nicht gerade. Manche Menschen sind sehr sorglos. Um das auszugleichen, mache ich mir sehr viele Gedanken vor diesen Wanderungen. 😉

Wir sind nun am 23.11. meiner Reise angelangt.

Lake Waikareomoana – Great Walk

Lake Waikareomoana – Great Walk (13.11. – 19.11.)
Das bedeutet: Ich wollte 4 Tage (3 Nächte) wandern. „Great Walks“ sind vom DOC („Department of Conservation“) ausgewählte Wanderwege. Alles zum (über-) leben notwendige auf dem Rücken. Hatte ich vorher noch nie gemacht, deshalb war ich doch nervös. Die DOC Mitarbeiterin, die ich dann endlich am Montag angetroffen habe, hat mich aber ziemlich sicher werden lassen: Sie wäre selbst schon 4 mal den Weg gegangen / Nein, einen „Personal Locator Beacon“ bräuchte ich nicht (Für den absoluten Notfall) / Wetter sollte fein werden (Wenn nicht, dann eben nicht) – Danke, Jane! 🙂
Ich habe also die Hütten gebucht (drei Stück, man kann auch campen: Dann spart man ein paar Dollar, muss aber auch das Zelt noch zusätzlich mitschleppen!), Eltern Bescheid gegeben per Mail und nochmal die Packliste durchgegangen. Dann bin ich hin zu Jane und wollte mich bedanken und verabschieden: Ich musste mich in der Schlange anstellen. Wäre ich weggegangen, hätte ich Emily nicht kennengelernt. Sie wäre beinahe mit dem Bus dorthin, was 2 Tage extra gekostet hätte, da der See so weit abseits liegt. So hat Jane ziemlich schnell vorgeschlagen (und ich dann auch angeboten), dass Emily doch auch mit mir im Auto fahren könnte. Das sollte sich als ziemlich gute Sache herausstellen. Sie ist Schottin und in Frankreich aufgewachsen. Sie ist Wein-Sommelier und will ein Jahr in der Nähe von Nelson arbeiten.

Wir sind also ~3 Stunden in meinem Auto dorthin gefahren, nachdem wir alles Essen und Kram eingekauft hatten. Fast die Hälfte der Strecke Gravel Road (Schotterpiste). Eine Nacht campen, dann gings los. Morgens wurde uns dann gesagt, dass wir Jod-Tabletten mit nehmen sollten, um das Wasser unterwegs gefahrlos trinken zu können. Schweineteuer die Dinger und das Wasser schmeckt dann so eklig, dass ich das schnell wieder gelassen habe. Ein paar Minuten kochen reicht. Meist ist Regenwasser in den Hütten. Die Wanderung selbst war Spitze! Erst ging es von ca. 600m Höhe steil bergauf auf einen Bergkamm ca. 1200 Meter hoch. Fantastische Aussichten, bestes Wetter, uriger Regenwald. Den folgenden Tag wieder runter, jedoch immer wieder mit Steigungen den See entlang. Bis auf verschiedene Vogellaute, wenn man wollte Stundenlang Stille. Emily und ich hatten unabhängig beschlossen zusammen und nicht ganz alleine zu laufen. Später haben drüber gesprochen und hatten beide die Befürchtung dass der jeweils andere zu viel quatscht oder ähnliches – Aber es passte super. Emily war für Vogelsichtungen zuständig, ich habe Baumgesichter gefunden – zusammen sind wir hinter den KoroKoro-Wasserfall geklettert – Das hatten alle anderen nicht gewusst/gemacht. 🙂 In unsere Richtung sind ungefähr 20 Leute gewandert, manche davon hat man dann in den Hütten am Nachmittag wieder getroffen, manche waren Campen. Es war also sehr „familär“.

Ganz um den See geht der Wanderweg nicht. Die Straße langlaufen wollen die wenigsten. Deshalb fährt man dann mit dem Wassertaxi zurück. Spontan wurde beschlossen, dass Emily, Clémence (Französin) und ich zusammen zum nächsten Campingplatz Richtung Napier fahren. Das war nochmal ein schöner Abschluss, zumal wir endlich wieder eine heiße Dusche und zwei Flachen Wein hatten 😉 Während der Wanderung war nur der kalte See möglich…

Clémence verabschiedete sich Richtung Norden, und ich habe Emily mit nach Napier genommen. Wahrscheinlich treffen wir uns auf der Südinsel zu weiteren Wanderungen. Die Stadt Napier fand ich ganz interessant aber jetzt nicht super toll. Es ist mit die wärmste Gegend Neuseelands und es gibt viel Wein und co.
Mich zog es jedoch in die Berge …

Nachtrag Teil 2

Nachdem mit dem Auto alles geklärt war, war es spät. Ich habe etwas südlich von Auckland eine Möglichkeit zu campen gefunden: Ein eingezäunter Bereich hinter einem Irish Pub – Bier und Essen 10% Rabatt. Was will man mehr?
Dann gings weiter Richtung Süden an Hamilton vorbei über Cambridge zum nächsten Campground. Diesmal mit eigenen Hot Pools. Diese kurzen Fahrten deshalb, weil ich dann am 09.11. morgens in Hobbiton war! Das ist quasi der Drehort für alle Szenen, die im Hobbitdorf spielen (Der Hobbit & Herr der Ringe). Es war – wie mir schon erzählt wurde – teuer und eigentlich den Preis nicht Wert. Aber trotzdem irgendwie schön 🙂

Als gings nach Roturua, einer Stadt in der es die ganze Zeit nach Schwefel riecht. Dort bin ich einige Tage geblieben. Erstens weil ich mal nicht jeden morgen packen wollte, zweitens weil ich die Stadt und Umgebung interessant fand und drittens weil ich meinen ersten „Great Walk“ planen wollte. Also mal ein Hostelbett für 4 Tage. Beim herum laufen in der Stadt: Überall rauchende Stellen, kochende Wassertümpel oder auch heiße Schlammtümpel. Es heißt es wäre sicher dort zu wohnen, das das Vulkangebiet dabei ist abzukühlen. Mir kam es trotzdem sehr abenteuerlich vor… Ich bin auch noch ein paar KM vor die Stadt gefahren und habe mir WaioTapu angesehen. Sehr cool, besonders der „Champagner-Krater“.

Dann habe ich angefangen meinen ersten Great Walk vorzubereiten. Die DOC Mitarbeiterin war erst am Montag wieder da, also habe ich noch nichts fest gebucht, jedoch schon alles vorbereitet. Am Dienstag sollte es los gehen…


Edit sagt: Das Problem ist die neueste PHP Version. Da ist ein Bug drin, der die NEXTGen Bilder-Galerie zum Absturz bringt und manchmal auch die ganze Seite… Ich habe jetzt eine ältere PHP Version aktiviert. -> Wer Interesse hat (und wer hat KEIN Interesse??): https://bugs.php.net/bug.php?id=75573
-> Daher kamen die Server-Fehler Nachrichten und die Seite hat manchmal nicht geladen. (Reload hilft aber oft komischerweise…)

Nachtrag Teil 1

Da ich ja etwas hinterher hinke mit meinem Blog, fasse ich jetzt einige verschiedene Sachen zusammen. Macht glaub ich eh Sinn.

Nach dem Autokauf am 23.10. habe ich mich entschlossen, die Tage bis zum Rugby League World Cup Spiel (NZ vs. Tonga, 38:8) in Nord-Auckland zu verbringen. Dazu hab ich über Booking.com ein Privatzimmer gemietet. War recht günstig, die meiste Zeit war ich alleine in einem großen Haus auf einer Klippe. Wurde von Chinesen vermietet. Irgendwie strange, aber war erholsam.

Außer mal etwas faulenzen und ausschlafen habe ich mein Auto und alle Teile darin genau unter die Lupe genommen und sauber gemacht. Ich war schwimmen (also nicht baden) im Hallenbad – man merkt die Wochen in denen man nichts macht… 😉 . Dann das Rugby Spiel – War übrigens cool. Sehr entspannte Stimmung, viele Frauen und Kinder im Stadium. Komische Würstchen gabs, die „German Bratwürste“ genannt wurden. Komischerweise hatte Tonga mehr Fans als NZ – weiß nicht genau warum… Vielleicht halten alle Maori zu den Inselstaaten? Naja, mittlerweile ist NZ im Viertelfinale gegen Fiji rausgeflogen…

Dann kamen zwei Tage Strand in Muriwai Beach: Tölpel-Kolonie fast zum anfassen, erste Nächte im Auto (sehr OK) und natürlich Wellenreiten! Sehr cool war das. Ich hab zur Sicherheit einen Auffrischungskurs gebucht. Der Surflehrer ist mit mir und einem Franzosen dann in die Wellen. Das war ein Intensivkurs in 2 Stunden. Wie gesagt sehr cool und 90% auf dem Brett gestanden (mit Hilfe des Surfgurus 🙂 )

Dann hoch ungefähr dem Twin Coast Highway folgend nach Waitangi/Paihia an die Bay of Islands. Museum angesehen – Hier wurden historische Verträge zwischen England und den Maori unterzeichnet, die heute fragwürdig aber noch rechtskräftig sind.

Cape Reinga (der nördlichste Punkt der Nordinsel) habe ich mit einem Busunternehmen gemacht von Kaitaia aus. Das war besser als selber fahren. Der Busfahrer war spassig und konnte viel erzählen zum Land und Kauri-Bäumen. Außerdem konnte er mit dem 4-Rad Antrieb zurück den 90-Mile Beach fahren. Bei Ebbe ist der Strand wie eine Autobahn und man kann dort – mit Vorsicht – ca. 100 kmh fahren.

Nach noch mehr Kauri-Bäumen auf der Westseite kam ich dann wieder in Auckland (Auto-Probleme – siehe vorherigen Post) an. Kauri = können sehr groß und sehr alt werden. Wurden aber von den Europäern fast ausgerottet. In den letzten Jahren bedroht dann noch ein Pilz die empfindlichen Bäume. Es gibt einen, den Tane Mahuta, der älter als 2000 Jahre sein soll. Hab ich natürlich angesehen. Sehr beeindruckend diese Bäume, vergleichbar mit den Redwoods in California.

Da das mit Auto länger als geplant dauerte, bin einfach noch mal zum surfen nach Muriwai Beach. Wellen und Wetter nicht ganz so gut, aber machte trotzdem Laune.

Autokauf

Ein Auto sollte her! Ziel: Möglichst bald und möglichst billig kaufen und irgendwann wieder teuer verkaufen…

Schon am Samstag, den 14.10. bin ich Samstags morgens zu einem der Automärkte gefahren. (Hatte mich vorher schon online orientiert) Dort war wenig los und ich habe mir einiges angesehen – wurde natürlich auch angequatscht von Verkäufern. Viele Autos in meiner Größe (ich brauche ja nur was für mich allein) gab es nicht und einer gefiel mir. Der Besitzer meinte, ich könnte sofort eine Probefahrt machen. Warum nicht? Ich hatte eh nichts anderes vor und soweit gefiel mir alles: 124000 km, Klima, Automatik, Benziner, 2 Sitze und hinten das Bett und alles für 3200$. Alle Utensilien an Board (Kochzeug+Geschirr, Gaskocher, ausziehbarer Holztisch und Klappstuhl, sogar ein Zelt Isomatte und Schlafsack). Kurz gesagt habe ich das Auto (Nissan Prairie Joy, 1996) dann genommen und noch am Samstag Nachmittag eine Anzahlung geleistet. (Es wurden noch Kleinigkeiten erledigt, nachdem das Auto von der AA (so eine Art ADAC/TÜV) einem Kurztest (~ 100$) unterzogen worden ist. TÜV hatte der Wagen aber erst ein paar Tage vorher bekommen.

Da ich eh noch eine Woche Freiwilligendienst hatte, hatten also alle Parteien noch Zeit. Mit dem Geld war es dann ziemlich kompliziert: Mit meinen 2 Kreditkarten kann man pro Tag nur einen bestimmten Max-Betrag abheben und die eine rechnet im 24h Rhythmus, bei der anderen ist es ab 0:00 Uhr eines Tages (europäische Zeit!) wieder möglich den Max-Betrag abzuheben. Ich hab ziemlich viel Zeit damit verschwendet von Bank zu Bank zu wechseln und zu versuchen die NZD zusammen zu kratzen. Nachdem ich sogar mit beiden Banken telefoniert hatte, habe ich dann die Fehlermeldungen verstanden, die ich immer bekommen hatte. Und am Montag, den 23. Oktober um kurz nach 11 Uhr hatte ich endlich das Bargeld zusammen. Es hat dann nochmal eine Weile gedauert allen Papierkram zu erledigen.
– Anmeldung geht auf dem Postamt: Das hatten wir schon am Freitag gemacht (Montag war Feiertag)
– Versicherung für 6 Monate Online abschließen
– Kaufvertrag fertigstellen und unterzeichnen

Und dann bin ich losgefahren! Am ersten Tag natürlich doch einmal gleich beim abbiegen auf die rechte Starßenseite – zum Glück kam grad niemand mitten in Auckland… Seitdem bin ich mit dem linksfahren und Automatik aber sehr sicher. An dem Kauf-Tag war ich mit Florian (siehe Coromandel&Freiwilligendienst) noch im Museum und war noch mal japanisch Essen. Am Abend hab ich gemerkt, dass so ein Autokauf mit so viel Bargeld ganz schön müde macht.
Achja: Da die Bargeldautomaten nur maximal 20er oder 50er ausgeben habe ich dem Autoverkäufer unter anderem ein Bündel mit 75 20-Dollar Scheinen gegeben. Das war komisch!

Ich greife jetzt mal vor: Es war dann nach einiger Zeit fahren doch etwas nicht richtig… Der Kilometerzähler funktionierte mal und mal wieder nicht… Das könnte der Grund für die wenigen gefahrenen Kilometer sein, wurde mir klar und ich wollte das sehr gerne repariert haben. Ich war also am 6.11. noch mal beim Autoverkäufer und es wurde der Grund dafür gesucht. Das ganze hat insgesamt leider noch mal 2 Tage in Anspruch genommen (in der Zeit bin ich unter anderem mal wieder ins Kino – Blade Runner – ich fand ihn ziemlich gut!). Und das ganze hat 250$ gekostet. Der Autoverkäufer hat immerhin die Hälfte aus Kulanz übernommen.
Zweite Geschichte: Bei der rechten Schiebetür fehlte das Dichtungsgummi! Dadurch war immer ein Spalt offen, und beim Fahren hörte es sich so an, als ob die Tür nicht richtig zu ist (was sie ja auch nicht ist…). Ich bin auch ziemlich sicher, dass Mücken durch die Ritze ins Auto gelangten. Gelöst hab ich das dadurch, dass ich zum Schrottplatz (Pick-a-Part) gefahren bin (nach Online Recherche, wo es mein Modell noch gibt – zum Glück nicht weit weg) und mir aus einem der Wagen das Gummi raus „operiert“ habe. Mit Sekundenkleber danach in meinem Auto festgeklebt – hält!

Coromandel

Während der Freiwilligenarbeit habe ich mich mit Forian und Corinna zu einem Wochenend-Ausflug auf die Coromandel-Peninsula verabredet. Das haben wir dann auch direkt am 20.-21.10 gemacht. Mit der Fähre von Auckland nach Coromandel, dann mit dem Bus über die Halbinsel. Wir haben das der Einfachheit halber im Paket gebucht und folgendes gesehen/erlebt:
– Hot Water Beach – Hier tritt heißes Wasser direkt am Strand aus dem Boden. Bei Ebbe kann man sich seinen eigenen Pool graben und sich ins warme Wasser setzen. Haben wir gemacht. Schaufeln bekamen wir auch vom Busfahrer. Insgesamt hätte man sich das besser vorgestellt. Es war halt sehr voll und manche graben einem dann das Wasser weg. Ein Hauen und stechen. Aber trotz alledem ein toller Strand. Man könnte dort auch surfen – ich war immerhin kurz schwimmen *brr* …
– Cathedral Cove – Eine beeindruckende Felsformation. „Awesome!“ würden die meisten Kiwis sagen, die wir so getroffen haben. Hier wurde wohl auch eine Szene von Narnia gedreht – Nicht mein Film.
– Kauri Wald – Kauris sind Bäume, die mehrere Tausend Jahre alt werden können. Sie sind vor dem Aussterben bedroht, da ein eingeschleppter Parasit die Wurzeln tötet. Daher sind alle Kauri-wälder besonders geschützt und man muss sich vor dem betreten die Schuhe desinfizieren. Die Bäume, die dort standen waren ca. 800 Jahre alt.
– historische Schmalspurbahn – das war vielleicht das uninteressanteste der Reise. Diese Bahn hat jemand privat aufgebaut und dann wurde es irgendwie immer mehr und Freiwillige haben mitgemacht und jetzt ist es ein Tourismusziel geworden. Vielleicht hab ich auch was falsch verstanden. Jedenfalls war die Aussicht oben dann ganz gut… 🙂
Zurück ging es dann nicht mit der Fähre, da Flut und Wind zu stark geworden waren!? Wir wurden mit Bussen zurück nach Auckland gebracht. Hat nur wenig länger gedauert.

War insgesamt eine gelungene Reise mit einer weiteren Airbnb Übernachtung. Als nächstes kommt: Der Autokauf!

Freiwilligenarbeit Teil 2

Freiwilligenarbeit
13.10.-20.10.: Waharau Regional Park
Am Freitag den 13. sind wir zurück nach Auckland ins Büro der Conservation Volunteers gefahren und in etwas neuer Gruppenaufteilung ging es weiter (ein deutscher Junge und ein britisches Mädchen dazu). Das Wochenende wurde diesmal in Auckland verbracht, wenn auch in einem Randbezirk namens „Titirangi“. Man konnte also das Wochenende in der „Zivilisation“ verbringen.

Am Montag gings nach Waharau, ca. 100km südöstlich von Auckland. Unterkunft war OK. Sophie – unserer Teamleiterin – merkte man leider hier und da an, dass es ihre erste Woche als Teamleiterin war. Aber es war noch in Ordnung. Wir haben hier hauptsächlich die Wege im Park geprüft und ausgebessert = Es gab nicht viel zu tun. Eine Regenrinne entlang eines abschüssigen Teil eines Weges inkl. Abwasserrohr verlegen haben wir in einem Tag geschafft – Eigentlich sollte es mind. zwei Tage benötigen. Einen Vormittag haben wir am Strand Müll und Unrat beseitigt und einen kleinen Teil Parkgelände von Unkraut befreit. Mit dem Park Ranger Frank, der sehr nett war, konnte man gut reden und wir haben einiges gelernt. Trotzdem haben wir meist etwas früher Feierabend gemacht, haben einen Nachmittag in den „Miranda Hot Pools“ verbracht und uns einen Wasserfall auf der anderen Seite des Parks angesehen.

Beide Wochen waren völlig unterschiedlich, aber jeweils interessant. Man kann diese Volunteer Tätigkeit auch direkt in New Zealand anfragen und „buchen“. Das läuft dann direkt über das DOC (Department of Conservation). Ich habs nicht probiert, aber das könnte meiner Meinung nach sinvoll(er) sein. Allerdings kann man das wahrscheinlich nicht Monate im voraus planen. Und wahrscheinlich sind es eher einzelne Tage… Für Menschen direkt nach dem Abi ist das Buchen so wie es gemacht habe (Travelworks) bestimmt ne gute Sache und für mich waren die zwei Wochen auch OK, da erst mal für alles gesorgt wurde und man „ankommen“ konnte.