Die Fahrt nach Süden

Von Kaikoura ging es an der Ostküste nach Süden über Christchurch nach Dunedin. (20.12. – 27.12.)

Nach Christchurch ging es über den nach Süden intakten Highway 1 recht schnell. Ich habe spontan einen Belgier aus dem Hostel mitgenommen, daher war die Fahrt auch ganz abwechslungsreich. Christchurch hat mir nicht so gefallen. Das mag an den vielen Baustellen gelegen haben, die wohl zum großen Teil immer noch wegen des Erdbebens vor 6(!) Jahren bestehen. Ich muss auf dem Hike zur/von der Angelus Hut (Nelson Lakes National Park) meine Kopfhörer verloren haben, deshalb ich Ersatz gesucht. Dabei festgestellt, dass es kein MediaMarkt oder Saturn gibt. Touristen-Kopfhörer wollte ich auch nicht kaufen. Schließlich habe ich „Noel Leeming“ gefunden. „Harvey Norman“ und „Dick Smith“ gibt es wohl z.B. auch noch (nicht sehr einfallsreich bei der Namensfindung, die Neuseeländer…). Ist in etwa vergleichbar mit den europäischen Läden, nur kleiner. Außerdem war ich im Museum, im botanischen Garten, habe mir die Innenstadt angesehen inkl. der immer noch total zerstörten Kirche und habe nach gutem Brot gesucht (und bin fündig geworden! Das „Cafe Berlin“ ist wie ein kleiner deutscher Supermarkt – Ritter Sport, deutsche Wurst und gutes Brot usw… 🙂 ).

Dann habe ich nach Tipp von einem Niederländer in Kaikoura einen Sidetrip zum Mt. Sunday gemacht. Das ist ein kleiner einzelner Hügel in einem riesigem Tal umgeben von immer höher werdenden Bergen. Hier wurden die Szenen der LOTR-Filme gedreht, in denen man die Festung Edoras von Reitern der Rohan sieht. Ich habe tolles Wetter erwischt und war am Abend alleine auf Campground/Lodge. Das war cool! Ca. 35km Schotterpiste musste man fahren um dorthin zu kommen.

Dann ging es weiter Richtung Dunedin um dort Weihnachten zu verbringen. Nach einem Camping-Zwischenstop und dem Besuch der Moeraki Boulders bin ich dann 2 Tage über Weihnachten im Hostel in Dunedin geblieben. Leider war es am 24. sehr laut nachts, das war für die „Hostel-Jugend“ eine Party Nacht (ich bin auch erst um 1 Uhr ins Bett, jedoch zwischen 3-5 Uhr war immer noch mal ordentlich was los…). Naja, eigentlich war es aber ganz nett am Anfang, weil jeder etwas zu essen gemacht hat und man dann gemeinsam von allem probiert hat. Dazu ein paar Bierchen, das ganze in T-Shirt und kurzen Hosen = Stille Nacht, heilige Nacht!

Dunedin hat mir aber ganz gut gefallen. Ich bin noch zwei Tage länger geblieben: Camping im Holidaypark. Außerdem habe ich den Bericht von Tobi überprüft: in der NZ Sports Hall of Fame ist tatsächlich ein Schrein für Wynton Rufer! Ich habe Albatrosse beim brüten beobachtet. (Wenn man bezahlt, wird man vorsichtig nahe ran geführt.) In der Stadt habe ich die vielen Graffitys gesucht und gefunden. Und das wichtigste: Ich war mal wieder Wellenreiten! St. Clair Beach. Sehr schön war das: Vormittags Surfen, dann Fish’n’Chips zum Lunch, dann ins Auto und nach Te Anau…